DEL-Finale Karneval im April

Im Halbfinale hatte Titelverteidiger Eisbären Berlin keine Probleme. Düsseldorf musste sich mehr mühen. Dennoch glauben die gestressten Metro Stars demnächst ordentlich feiern zu können. Die an der DEG gescheiterten Kölner Haie haben Ersatz für Hans Zach gefunden.


Hamburg - Morgen (19.30 Uhr, live bei Premiere) beginnt mit der Partie im Berliner Wellblechpalast die Best-of-five-Finalserie. Als Titelverteidiger und bestes Vorrundenteam ist Berlin klarer Favorit, die Eisbären hätten in einem möglichen fünften Spiel zudem Heimrecht. "Das Finale gegen die DEG ist für mich etwas Besonderes", sagte Eisbären-Manager Peter John Lee, der zehn Jahre in Düsseldorf gespielt hat. "Schade, dass wir gewinnen müssen."

Jubelnde Metro-Stars: "Das kann ein Vorteil für uns sein"
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Jubelnde Metro-Stars: "Das kann ein Vorteil für uns sein"

Für die Metro Stars hat sich dagegen bereits mit dem Einzug ins Finale ein Traum erfüllt. Der achte und bislang letzte Titelgewinn liegt zehn Jahre zurück. Nach dem Halbfinalsieg gegen den Erzrivalen Kölner Haie (5:3 im fünften und entscheidenden Spiel) wollen sie auch im Finale eine Überraschung schaffen.

"Die Berliner hatten neun Tage Pause. Das kann ein Vorteil für uns sein", hofft DEG-Stürmer Klaus Kathan, dass die Eisbären aus dem Rhythmus gekommen sind. Die Berliner hatten sich im Halbfinale schon vergangene Woche gegen die Hannover Scorpions mit 3:0-Siegen durchgesetzt. 

Auch ihre Bilanz aus der Saison macht den Metro Stars Hoffnung: Von vier Vorrundenspielen gewannen sie zwei, davon eines im Berliner Wellblechpalast. Großen Anteil am erfolgreichen Saisonverlauf hat Coach Don Jackson, der seinem Berliner Pendant und Freund Pierre Pagé vor einem Jahr beim Titelgewinn noch als Assistent zur Seite stand.

"Unsere Freundschaft wird ruhen, aber nicht darunter leiden", sagte der 49-Jährige. Dass Jacksons Kenntnisse über die Taktik der Eisbären die Entscheidung bringen könnten, glaubt Pagé nicht. "Die Trainer schießen keine Tore. Die Spieler geben den Ausschlag. Ich denke, dass wir wieder Meister werden", so der Kanadier.

Mason ersetzt Zach in Köln

Ihren ersten Titel seit 2002 hatten auch die Kölner Haie holen wollen, es klappte erneut nicht. Nun soll es ein neuer Trainer richten. Der Kanadier Doug Mason tritt die Nachfolge von Hans Zach an. Der ehemalige Bundestrainer, der vier Jahre in Köln arbeitete, aber nie Meister wurde, hatte schon vor dem Halbfinal-Aus seinen Abschied angekündigt. 

"Mason hat uns mit seinem Konzept, seiner Fachkompetenz und seinen Ideen voll überzeugt", sagte Haie-Sportmanager Rodion Pauels. Der 50-Jährige, der auch die niederländische Nationalmannschaft coacht, unterschrieb einen Einjahresvertrag. Mason war zuletzt beim DEL-Club Iserlohn tätig, zuvor coachte er den Schweizer Erstligisten Zug und Krefeld. Co-Trainer wird Clayton Beddoes, der schon in Iserlohn Masons Assistent war.

hut/sid/dpa



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