Olympische Winterspiele DOSB schickt 152 Athleten nach Sotschi

Das Aufgebot ist eher klein, die Ziele sind dennoch groß: 152 Athleten sind vom DOSB für die Olympischen Winterspiele in Sotschi nominiert worden. Sie sollen Deutschland wieder unter die ersten Drei der Wintersportnationen bringen.

DOSB-Generalsekretär Vesper: Wieder unter die ersten Drei
Bongarts/Getty Images

DOSB-Generalsekretär Vesper: Wieder unter die ersten Drei


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Hamburg - Mit dem kleinsten Team seit Nagano 1998 startet die deutsche Olympia-Mannschaft die Mission "Sotschi 2014": 15 Tage vor der Eröffnungsfeier der Winterspiele in Russland (7. bis 23. Februar) nominierte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) am Donnerstag in Frankfurt (Main) die letzten 125 Sportlerinnen und Sportler des insgesamt 152 Köpfe zählenden Teams. Mit der Rekordzahl von 77 Athletinnen gehen dabei im deutschen Aufgebot erstmals mehr Frauen als Männer (75) auf Medaillenjagd.

"Wir entsenden eine deutsche Olympiamannschaft nach Sotschi, deren Athletinnen und Athleten in jeder der 15 Sportarten des olympischen Programms an den Start gehen werden. Die letzten Wettbewerbe der Qualifikationsphase haben gezeigt, dass wir nicht nur breit aufgestellt sind, sondern auch zuversichtlich sein können, dass das Team erfolgreich sein wird", sagte der neue DOSB-Präsident Alfons Hörmann bei der Vorstellung des Teams.

Größere Aufgebote stellte Deutschland bei den vergangenen Winterspielen 2002 in Salt Lake City (158), 2006 in Turin (161) und 2010 in Vancouver (153). Neben den Eishockey-Männern hatten auch die Curling-Frauen und die alpinen Abfahrer das Sotschi-Ticket verpasst. Vier Sportler (je zwei aus Snowboard und Ski Freestlye) wurden vorbehaltlich eines internationalen Quotenplatzes berufen, sind aber noch nicht eingerechnet.

Große Überraschungen blieben bei der zweiten Nominierungsrunde aus. Angeführt von den Gold-Hoffnungen wie Skifahrerin Maria Höfl-Riesch, Rodler Felix Loch oder Kombinierer Eric Frenzel strebt das DOSB-Team erneut die vor vier Jahren erreichte Zahl von 30 Medaillen an. "Wir wollen am Ende wieder unter den drei besten Nationen sein", sagt DOSB-Generaldirektor und Chef de Mission Michael Vesper.

Erstmals hatte 2010 vor eigenem Publikum Kanada (14/7/5) vor Deutschland (10/13/7) das erfolgreichste Team gestellt, die USA (9/15/13) hatten die meisten Medaillen gewonnen. Etwas überraschend hatte DOSB-Chef Hörmann jüngst die hohen deutschen Medaillenerwartungen zurückgeschraubt. "Mit allem, was über 25 Medaillen liegt", sei die DOSB-Spitze zufrieden, hatte er erklärt.

In den Verhandlungen mit den sieben Fachverbänden wurde ein Korridor von 27 bis 42 Medaillen festgelegt.

aha/sid

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insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
jot-we 23.01.2014
1.
Zitat von sysopBongarts/Getty ImagesDas Aufgebot ist eher klein, die Ziele sind dennoch groß: 151 Athleten sind vom DOSB für die Olympischen Winterspiele in Sotschi nominiert worden. Sie sollen Deutschland wieder unter die ersten Drei der Wintersportnationen bringen. http://www.spiegel.de/sport/wintersport/dosb-schickt-151-athleten-zu-winterspielen-nach-sotschi-a-945078.html
Mit diesen albernen Klamotten sind sie doch jetzt schon unter den ersten Dreien ...
kritischer-spiegelleser 23.01.2014
2. Und wieviel Funktionäre gehen hin?
Sportler sind doch nur noch Randerscheinung. Und die Anzahl Sportler und Anzahl erwartete Medaillen nur Argumentation für den Funktionärsauftrieb. Diesen Unsinn muss man nicht unterstützen.
Malshandir 23.01.2014
3. Eher Platz 5
Also man sollte doch realistisch sein, alles besser als Platz 5 ist eine Überraschung. Davor werden Russland und die USA sowie Schweiz und Österreich liegen.
Marie 42 23.01.2014
4. Abwarten
Ich bin kein Freund der Medaillenzählerei. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die Österreicher oder Schweizer so viele Erfolge haben werden, dazu sind sie nicht breit genug aufgestellt. Außer in den alpinen Disziplinen und dem Skispringen wird da nicht viel passieren; ich sehe die Norweger weit vorn.
#Nachgedacht 23.01.2014
5. Plan, Plan, Plan
Zitat von sysopBongarts/Getty ImagesDas Aufgebot ist eher klein, die Ziele sind dennoch groß: 151 Athleten sind vom DOSB für die Olympischen Winterspiele in Sotschi nominiert worden. Sie sollen Deutschland wieder unter die ersten Drei der Wintersportnationen bringen. http://www.spiegel.de/sport/wintersport/dosb-schickt-151-athleten-zu-winterspielen-nach-sotschi-a-945078.html
Die Funktionäre sichern sich ihre Privilegien ab! Es geht weder um die Sportler noch um Sport. Man hört nur noch Olympianorm, Medaillenchancen, Platzziel. Wir sind die Größten und wenn nicht werden wir schon Ausreden finden. Sport findet nur noch als Vermarktung statt. Kein Sportler fährt mit dem Ziel zu verlieren zu einem Wettkampf. Er weiß das jeder der kommt das eine Ziel hat zu gewinnen. Mit dem ständigen Druck ihr müsst die Besten sein, ignoriert man das auch Andere hart trainieren und das es eben manchmal mit der Tagesform nicht so bestellt ist! Man sollte mental viel mehr den Spielraum offen lassen! Jeder Sportler ist zu großem fähig aber auch und manch einer wächst im Wettkampf über sich hinaus. Ich wünsche allen eine Top Tagesform im entscheidenden Moment und wenn nicht ist es auch nicht so schlimm. Sport soll die Menschen der verschiedenen Nationen verbinden und im friedlichen Wettstreit das Verständnis füreinander entwickeln. Wenn Ihr Medaillen gewinnt Klasse, wenn nicht seid fair und gönnt sie den Anderen! Zeigt einfach das ihr Euer Bestes gegeben habt. Lasst die "Funktionäre" reden und Euch nicht Ver******* und vermarkten.
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