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Olympische Winterspiele 2014 Skiverband verteidigt Zielvereinbarung

17 Medaillen sollen die Sportler des Deutschen Skiverbands bei den Olympischen Winterspielen 2014 holen. Für DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller ist diese Vorgabe nicht zu hoch gegriffen. Ohne große Ziele könne man heute überhaupt kein Edelmetall mehr gewinnen, so der Funktionär.
Olympiasiegerin Riesch: 2014 soll sie wieder auf dem Treppchen stehen

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Foto: LEONHARD FOEGER/ REUTERS
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Hamburg - Sieben Goldmedaillen und insgesamt zehnmal Silber und Bronze sollen die Athleten des Deutschen Skiverbands (DSV) bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi gewinnen. DSV-Sportdirektor Thomas Pfüller hat diese ambitionierte Zielvereinbarung mit dem Innenministerium verteidigt.

"Man muss hohe Ziele angehen, damit man überhaupt Medaillen erreicht heutzutage", sagte der Funktionär: "Ich denke, wir setzen den einzelnen Athleten damit nicht unter Druck, wenn man bedenkt, was wir in der Vergangenheit alles erreicht haben."

Bei den Spielen 2010 in Vancouver hatten deutsche Skisportler 14 Medaillen gewonnen. Darunter waren sechs Olympiasiege durch die zweimalige Gewinnerin Maria Höfl-Riesch und durch Viktoria Rebensburg im Alpin-Bereich sowie zweimal Gold durch Magdalena Neuner im Biathlon. Zudem siegte das Langlauf-Duo Evi Sachenbacher-Stehle/Claudia Nystad im Teamsprint.

Mehr Förderung wegen neuer Disziplinen

Die Medaillenziele für Sotschi seien auch nicht extra erhöht worden, um zusätzliche Fördermittel vom Bund zu erhalten, so Pfüller. "Wir werden im Bereich der traditionellen Sportarten, das heißt Alpin, Biathlon, Skilanglauf, Skisprung und Nordische Kombination, nicht gefördert vom Bund", sagte der 63-Jährige. Erhöht worden seien die Medaillen-Ziele, da neue olympische Disziplinen dazukommen - unter anderem Ski-Halfpipe-Wettkämpfe.

Die Zielvorgaben zwischen Politik und Sport waren bei den Olympischen Sommerspielen in London in die Diskussion geraten. Das deutsche Team hatte die vorgegebenen 86 Medaillen klar verfehlt. Die Funktionäre haben das System jedoch gegen Kritik verteidigt und wollen an den Zielvereinbarungen festhalten. Künftig sollen sie jedoch "Fördervereinbarung" heißen.

syd/dpa