Eishockey Deutschland schafft Olympia-Teilnahme

Das Zittern hat ein Ende. Mit einem knappen Sieg gegen Österreich qualifizierte sich das deutsche Eishockey-Team für die Winterspiele 2010 in Vancouver. Es ist die 16. Olympia-Teilnahme nacheinander. Bundestrainer und Verbandsspitze sind erleichtert.


Hannover - Deutschland bezwang Österreich am Samstag 2:1 (0:0, 2:1, 0:0). Durch den zweiten Sieg beim Qualifikationsturnier in Hannover und die Niederlage der Slowenen gegen Japan (4:5 nach Penaltyschießen) ist der deutschen Mannschaft schon vor dem letzten Turnierspiel die Olympia-Teilnahme sicher. Die Partie am Sonntag (17 Uhr, live im DSF) gegen Slowenien ist deshalb bedeutungslos.

Torschütze Tripp: Ziel erreicht
AP

Torschütze Tripp: Ziel erreicht

Für Deutschland ist es die 19. Olympia-Teilnahme insgesamt und die 16. in Folge. Bei den Winterspielen 2010 in Vancouver trifft die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) in der Vorrunde auf Olympiasieger Schweden, den Olympia-Zweiten Finnland und Weißrussland.

"Die Olympia-Teilnahme ist ein Riesenschritt für uns", sagte Bundestrainer Uwe Krupp, "das ist gut für das deutsche Eishockey, für die Mannschaft und ein Höhepunkt in der Karriere jedes Spielers."

Erleichtert zeigte sich auch DEB-Präsident Uwe Harnos. "Es ist eine Zentnerlast abgefallen. Wieder bei Olympia zu sein, hat Relevanz für die Vermarktung und in den Medien." DEB-Generalsekretär Franz Reindl gab zu: "Wenn wir es nicht geschafft hätten, wäre es fatal gewesen. So können wir positiv in die Zukunft sehen."

Der Ingolstädter Yannic Seidenberg (23.) und John Tripp (34.) von den Hamburg Freezers sorgten mit ihren Toren vor 5034 Zuschauern für den 22. Erfolg im 35. Duell gegen Österreich. Für den Verlierer traf Kapitän Dieter Kalt (31.).

Die DEB-Akteure zeigten zwei Tage nach dem mühelosen 7:1-Sieg gegen Japan Nerven. Sie spielten zunächst hektisch und übermotiviert. Vor allem im Spielaufbau unterliefen den Deutschen viele Fehlpässe.

Auch nach dem 1:0 durch Seidenberg konnten die Gastgeber ihre Nervosität nicht ablegen. Glück hatten die Deutschen, als nach Gerhard Unterluggauers Schuss der Puck gegen den Pfosten flog.

Nicht gut sah Torwart Dimitri Pätzold beim Ausgleich aus, als der Lokalmatador der Hannover Scorpions Kalt die Scheibe über die Linie stochern ließ.

Tripp beruhigte dann die Nerven, als er in Überzahl nach nur neun Sekunden zum 2:1 traf. Für den Hamburger war es bereits das dritte Turniertor.

Die Österreicher, die zum Auftakt nur mit viel Mühe Slowenien 4:3 nach Verlängerung besiegt hatten, machten aber weiter Druck. Das vermeintliche 3:1 durch Christoph Ullmann (51.) erkannten die Schiedsrichter nach Videobeweis nicht an.

Österreich - Deutschland 1:2 (0:0, 1:2, 0:0)
0:1 Seidenberg (22:04)
1:1 Kalt (30:49)
1:2 Tripp (33:03)
Schiedsrichter: Ronnmark/Savage (Schweden/Kanada)
Zuschauer: 5034
Strafminuten: 10 / 10

ach/sid/dpa



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