Eishockey-Vor-Play-offs Iserlohn gewinnt in München, Meister Berlin ist raus

Play-offs ohne den Deutschen Meister: Die Eisbären Berlin sind in der Qualifikations-Serie für die Eishockey-Play-offs am ERC Ingolstadt gescheitert. Für eine Überraschung sorgten die Iserlohn Roosters.

Eisbär-Profi Bell, Timothy Conboy (l): Aus in den Vor-Play-offs
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Eisbär-Profi Bell, Timothy Conboy (l): Aus in den Vor-Play-offs


Hamburg - Die Titelverteidigung ist für die Eisbären Berlin bereits nach den Vor-Play-offs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nicht mehr möglich. Der Meister verlor das entscheidende Spiel der "Best-of-three"-Serie gegen den ERC Ingolstadt 2:3 nach Verlängerung und steht erstmals seit sieben Jahren nicht im Viertelfinale.

Eine Überraschung gelang hingegen den Iserlohn Roosters, die 4:1 bei Red Bull München gewannen und in der Runde der besten Acht stehen. Dort trifft Iserlohn auf Hauptrundensieger Hamburg Freezers, die Ingolstädter bekommen es mit den Krefeld Pinguinen zu tun.

Die Eisbären sahen vor 11.700 Zuschauern in Berlin lange wie der sichere Sieger aus. Florian Busch (11. Minute) per Abstauber und Henry Haase (17.), der einen Fehler von ERC-Torhüter Timo Pielmeier nutzte, hatten den Gastgeber zweimal in Führung gebracht. Christoph Gawlik (15.) und Timothy Hambly (55.) gelang jeweils der Ausgleich. In der Verlängerung war es Benedikt Schopper (68.), der das Aus des Titelverteidigers besiegelte. Nach dem 1:4 am Mittwoch war es im siebten Saisonduell mit dem ERC erst die zweite Niederlage. Zuletzt war Berlin in der Saison 2006/07 beim 1:2 gegen die Frankfurt Lions in den Vor-Play-offs gescheitert.

Im Münchner Olympia-Eissportzentrum brachte Nicholas Palmiere (2.) die favorisierten Hausherren früh in Führung. Doch die Roosters, die sich erst durch eine Siegesserie in der Schlussphase der Saison für die Vor-Play-offs qualifiziert hatten, drehten die Partie durch Treffer von Brooks Macek (12., 56.), Jeffrey Giuliano (43.) und Brodie Dupont (47.).

Zuletzt hatte Iserlohn 2008 das Viertelfinale erreicht. Überschattet wurde die Partie von einem groben Foul des Münchners Andrew Wozniewski, der seinen Gegenspieler Chris Connolly im ersten Spielabschnitt gegen die Bande gecheckt hatte und daraufhin mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vom Eis musste. Connolly wurde minutenlang behandelt und anschließend für weitere Untersuchungen in eine Klinik gebracht.

asi/sid



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