Eishockey-WM 2010 Bundestrainer Krupp streicht Schmidt und Seidenberg

Vier Tage vor Beginn der Eishockey-WM in Deutschland hat Uwe Krupp seinen vorläufigen Kader weiter ausgedünnt. Der Bundestrainer verzichtet auf den erkrankten Defensivmann Chris Schmidt und Stürmer Yannic Seidenberg. Eröffnen wird das Turnier in der Arena auf Schalke der Bundespräsident.

Nationalspieler Seidenberg: Keine WM im eigene Land
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Nationalspieler Seidenberg: Keine WM im eigene Land


Hamburg - Eishockey-Bundestrainer Uwe Krupp hat am Montag die beiden Mannheimer Chris Schmidt und Yannic Seidenberg aus dem vorläufigen Aufgebot für die Heim-WM (7. bis 23. Mai) gestrichen. Abwehrspieler Schmidt leidet unter einer Virusinfektion. "Damit fehlt ein weiterer erfahrener Verteidiger", sagte Krupp, der bereits auf den verletzten Michael Bakos verzichten muss. Aus den noch verbliebenen 27 Akteuren will Krupp sein endgültiges 23-Mann-Aufgebot nach dem finalen Testspiel am Dienstag gegen Kanada benennen.

Die Kanadier sind für das deutsche Team insbesondere im Hinblick auf das WM-Eröffnungsspiel in der Arena auf Schalke gegen den Olympiazweiten USA eine gute Standortbestimmung. "Die laufen zwar nicht mit einem Crosby auf, aber mit einem Tavares und einem Stamkos. Das ist die gleiche Kategorie wie Crosby", sagte Krupp zu den Top-Picks des NHL-Drafts der letzten beiden Jahre. Linksaußen John Tavares erzielte in seiner ersten NHL-Saison für die New York Islanders 24 Tore. Steven Stamkos, Mittelstürmer von Tampa Bay Lightning, war im zweiten NHL-Jahr 51-mal erfolgreich und teilt sich die Maurice Richard Trophy für den besten Torjäger mit Superstar Sidney Crosby.

"Das ist ein guter Test für uns, jeder kann zeigen, was er drauf hat", sagte Bundestrainer Krupp. "Wir werden danach entscheiden, wie die Spieler gegen eine der besten Mannschaften in die Zweikämpfe gehen."

"Olympia war schon cool, das hier aber ist der Wahnsinn"

Angesprochen auf die WM-Chancen des Gastgebers sagte Kanadas Generalmanager Mark Messier: "Jede Nation macht Zyklen durch. Deutschland mag vielleicht harte Zeiten hinter sich haben, die hatten wir in Kanada aber auch", so der 49-Jährige. "Ich bin davon überzeugt, dass Deutschland eine gute Vorstellung abliefern wird. Sie haben viel Herz."

Deutschlands Stürmer John Tripp kann den Beginn des Turniers unterdessen kaum erwarten: " Olympia war schon cool, das hier aber ist der Wahnsinn", sagte er mit Blick auf das Spiel gegen die USA, das mit 76.152 Zuschauern einen Weltrekord aufstellen wird. Eröffnen wird die 74. Eishockey-Weltmeisterschaft in der Schalker Arena Bundespräsident Horst Köhler. Das gaben die Organisatoren des Turniers am Montag bekannt.

fsc/sid/dpa



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