Eishockey-WM DEB patzt gegen Norwegen - nun warten die USA und Kanada

Abstieg vermieden, Zwischenrunde erreicht: Das sind die zwei guten Nachrichten für das deutsche Eishockeyteam bei der WM. Doch die schlechten wirken schwerer. Nach der Niederlage gegen Norwegen wäre das Erreichen des Viertelfinals utopisch - angesichts der kommenden Gegner.


Halifax - Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat ihr letztes Vorrundenspiel bei der WM in Kanada 2:3 (1:0, 1:1, 0:2) verloren. Das Team von Bundestrainer Uwe Krupp schloss die Gruppe C als Dritter ab und zog in die Zwischenrunde ein. Dort trifft die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) in der Nacht zum Freitag (1.15 Uhr/live im DSF) auf die USA. Die weiteren Gegner sind am Samstag (21.30 Uhr) Rekordweltmeister Kanada und in der Nacht zu Dienstag (1.15 Uhr) Lettland.

DEB-Akteur Renz (l.): Harter Einsatz umsonst
AP

DEB-Akteur Renz (l.): Harter Einsatz umsonst

Vor 7414 Zuschauern in Halifax brachten Marco Sturm (7.) und Philip Gogulla (25.) die deutsche Mannschaft zunächst 2:0 in Führung. Doch Marius Holtet (35.), Mats Zuccarello Aasen (48.) und Morten Ask (56.) sicherten Norwegen den Sieg und ebenfalls den Einzug in die Zwischenrunde.

Durch die vorangegangene 2:3(2:2, 0:1, 0:0)-Niederlage der Slowakei gegen Gruppensieger Finnland hatten der Klassenerhalt der deutschen Mannschaft und das Weiterkommen in die Zwischenrunde schon festgestanden. Der DEB hatte die Slowakei im zweiten Gruppenspiel 4:2 besiegt, die nun gegen Slowenien um den Klassenerhalt kämpfen muss. Der deutsche Verband hatte jedoch Glück, dass der Erfolg vom Eishockey-Weltverband IIHF nicht in eine 0:5-Niederlage umgewandelt wurde. DEB-Verteidiger Jason Holland, in Kanada geboren, war eigentlich nicht spielberechtigt gewesen. Die IIHF begründete den Verzicht auf eine Bestrafung mit dem unfairen Einfluss auf den weiteren WM-Verlauf. Ein Einspruch ist nicht möglich.

Allerdings hat Deutschland nach der vermeidbaren Niederlage fast schon alle Chancen auf die Runde der letzten acht und die direkte Olympia-Qualifikation eingebüßt. Die besten vier Mannschaften aus der Sechser-Gruppe erreichen das Viertelfinale. Als Hypothek jedoch nimmt das deutsche Team seine Niederlagen gegen Finnland und Norwegen in die nächste Gruppenphase mit.

Norwegen - Deutschland 3:2 (0:1, 1:1, 2:0)
0:1 Sturm (6:37)
0:2 Gogulla (24:09)
1:2 Holtet (34:51)
2:2 Zuccarello Aasen (47:19)
3:2 Ask (55:53)
Schiedsrichter: Minar (Tschechien), Reiber (Schweiz)
Zuschauer: 7414
Strafminuten: Norwegen 8 - Deutschland 18

goe/sid/dpa



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