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Eishockey-WM DEB-Team schlägt USA dank Torwartheld Greiss

Perfekter Auftakt für das deutsche Eishockey-Team: Gegen die USA gewann die Mannschaft von Trainer Marco Sturm durch ein spätes Tor 2:1. Torwart Thomas Greiss zeigte eine überragende Leistung.

Wohl dem, der einen Thomas Greiss hat. Zum Auftakt der Eishockey-WM sicherte der Torwart der deutschen Mannschaft mit einer überragenden Leistung einen 2:1-Erfolg gegen die USA. Durch einen frühen Treffer von Tobias Rieder war das Team von Trainer Marco Sturm in Führung gegangen. Connor Murphy sorgte Mitte des Schlussdrittels für den Ausgleich. Patrick Hager erzielte kurz darauf den umjubelten Siegtreffer. Die Halle in Köln tobte.

Bundestrainer Marco Sturm sagte nach Spielende: "Wir haben einen sehr, sehr guten Torhüter und ein bisschen Glück gehabt. Es war ein sehr harter Fight, wir sind nur noch froh, dass wir am Ende als Sieger vom Eis gegangen sind."

Die US-Amerikaner rannten immer wieder an, konnten den deutschen Goalie aber lange Zeit einfach nicht überwinden. Und wenn Greiss mal geschlagen war, dann rettete der Pfosten wie in der ersten Spielminute gegen den starken US-Angreifer Johnny Gaudreau.

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Foto: Monika Skolimowska/ dpa

Ohnehin war das deutsche Team vor den 18.500 Zuschauern in Köln zu Beginn an stark unter Druck. Immer wieder war es die Sturmreihe um Gaudreau, die die deutsche Abwehr in Verlegenheit brachte. Aber Greiss war von der ersten Minute an voll konzentriert und ließ die US-Stürmer verzweifeln. "Jeder, der das Spiel sieht, weiß, dass er der Mann dieser Partie ist", lobte Verteidiger Moritz Müller bei Sport 1 schon vor dem Schlussdrittel. "Ohne ihn würden wir hier nicht 1:0 führen."

Und ohne Tobias Rieder. Es war ausgerechnet der einzige deutsche Angreifer, der sein Geld in den USA verdient, der das DEB-Team in Führung brachte. Der Mann von den Arizona Coyotes reagierte am schnellsten vor dem Tor nach einer Hereingabe, die vom Außenpfosten abgeprallt war und überwand US-Keeper Jimmy Howard aus kurzer Distanz.

Danach zeigte sich das Sturm-Team selbstbewusst, hatte selbst einige gute Möglichkeiten, musste sich aber jederzeit in Acht nehmen, nicht den Ausgleich zu kassieren. Und konnte sich dabei auf ihren Tormann verlassen. Bis zur 51 Minute hielt das Bollwerk, dann fand Murphy die Lücke.

Als alle mit einem Remis rechneten und sich aufs Penaltyschießen einstellten, nutzte Hager eine Überzahl zum Siegtor.

Schon am Samstag geht es für das deutsche Team wieder aufs Eis, dann wartet mit Schweden einer der absoluten Topteams. Die Skandinavier müssen nach dem missglückten Auftakt gegen Russland zudem etwas gutmachen.

aha
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