Eishockey-WM Der Schweiz fehlten nur vier Zehntelsekunden zur Sensation

Es fehlte nicht einmal eine Sekunde zur Sensation: Die Schweiz stand gegen Kanada ganz dicht vor dem Einzug ins Halbfinale der Eishockey-WM. Dann schlug Damon Severson zu.

Kanadas zweifacher Torschütze Mark Stone jubelt nach dem Siegtor gegen die Schweiz
Joe Klamar/AFP

Kanadas zweifacher Torschütze Mark Stone jubelt nach dem Siegtor gegen die Schweiz


Titelmitfavorit Kanada hat bei der Eishockey-WM in einem dramatischen Spiel das Halbfinale erreicht. Die Kanadier waren in Kosice gegen die Schweiz zwar überlegen (42:24 Schüsse), lagen aber bis in die letzte Sekunde der regulären Spielzeit 1:2 zurück. Dann traf Damon Severson zum 2:2-Ausgleich. Die Unparteiischen überprüften das Tor auf den Videobildschirmen, ehe feststand: Der Puck hatte bei einer Restspielzeit von vier Zehntelsekunden die Torlinie von Leonardo Genoni überquert.

In der Verlängerung schoss Mark Stone von den Vegas Golden Knights Kanada mit seinem zweiten Tor ins Halbfinale. Die Treffer für die Schweiz hatten Sven Andrighetto und Nico Hischier erzielt.

Im zweiten Viertelfinale besiegte Russland die USA in Bratislava 4:3. Die Russen, die ihre Vorrundenspiele alle gewonnen hatten, taten sich gegen das US-Team überraschend schwer. Zwar sorgten die NHL-Profis Nikita Gusev und Mikhail Sergachev für eine frühe 2:0-Führung für das Team von Trainer Ilya Vorobiev, im Schlussdrittel trafen Kirill Kaprizov und Mikhail Grigorenko für Russland. Aber die Amerikaner konnten durch Brady Skjei, Noah Hanifin und Alexander DeBrincat jeweils verkürzen, sodass der Turnierfavorit und Rekordweltmeister bis zur Schlusssirene zittern musste. Der amerikanische Goalie Cory Schneider parierte 39 Schüsse.

Russland und Kanada können erst im Finale aufeinandertreffen. Gegen wen die beiden in den Halbfinalspielen am Samstag antreten müssen, entscheidet sich erst am Abend. Dann spielt Finnland gegen Schweden und Deutschland in Bratislava gegen die Tschechische Republik (20.15 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE, TV: Sport1).

rae



insgesamt 3 Beiträge
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purplehaze 23.05.2019
1. Drama
Tja, schade für die Schweizer. Aber für die Kanadier war es auch nicht unverdient.... Nur die heutige supergenaue Zeitmessung macht ein Drama daraus. Ähnlich wie beim Ski, Bob, Biathlon, Schwimmen. Da zählen 1000stel bei den Entfernungen. Da können sich die Sportler ärgern, allein - verloren ist verloren?
TS_Alien 23.05.2019
2.
Zitat von purplehazeTja, schade für die Schweizer. Aber für die Kanadier war es auch nicht unverdient.... Nur die heutige supergenaue Zeitmessung macht ein Drama daraus. Ähnlich wie beim Ski, Bob, Biathlon, Schwimmen. Da zählen 1000stel bei den Entfernungen. Da können sich die Sportler ärgern, allein - verloren ist verloren?
Die Zeitmessung ist am Ende genau. Während des Spiels wird bei Unterbrechungen die Uhr manuell angehalten. D.h. normalerweise dauert ein Drittel etwas weniger als 20 Minuten. Beim Football misst man manchmal auch aufs Inch genau. Aber nur, wenn es wirklich knapp ist. Ansonsten wird aufs Yard gerundet.
Crom 23.05.2019
3.
Deutschland zieht damit an der Schweiz in der Weltrangliste vorbei.
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