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19. Mai 2018, 23:10 Uhr

Eishockey-WM

Schweizer schlagen auch Kanada - und spielen um Gold

Die Schweiz hat sich im Halbfinale der Eishockey-WM sensationell gegen Kanada durchgesetzt. Im Endspiel wartet nun Weltmeister Schweden - und eine offene Rechnung.

Schon der Halbfinaleinzug der Schweiz bei der Eishockey-Weltmeisterschaft war eine Überraschung, jetzt haben die Eisgenossen sogar die Chance auf Gold. Mit einem weiteren starken Auftritt setzten sich die Schweizer in Kopenhagen 3:2 (1:0, 1:1, 1:1) gegen die favorisierten Kanadier durch und zogen wie zuletzt 2013 ins Endspiel ein. Im Finale am Sonntag (20.15 Uhr) treffen die Schweizer auf Titelverteidiger Schweden. Der zehnmalige Weltmeister hatte im ersten Halbfinale des Tages die USA 6:0 (1:0, 3:0, 2:0) besiegt.

Bei den Olympischen Spielen waren die Schweizer noch im Entscheidungsspiel um den Viertelfinal-Einzug am deutschen Team von Bundestrainer Marco Sturm gescheitert. Rund drei Monate später ließen sie sich nach dem 3:2 über Mitfavorit Finnland im Viertelfinale auch vom kanadischen Star-Ensemble nicht aufhalten. Damit verhinderte der Außenseiter eine Neuauflage des Vorjahres-Endspiels von Köln.

Gegen den deutschen WM-Vorrundengegner mit NHL-Topscorer Connor McDavid führten die Schweizer dank der Tore von Tristan Scherwey (19.) und Gregory Hofmann (31.) vor dem Schlussdrittel verdient 2:1. Kanadas Bo Horvat (28.) hatte für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt.

Revanche für 2013?

Im Schlussabschnitt verteidigten die Schweizer geschickt und hatten in Torhüter Leonardo Genoni weiter einen sicheren Rückhalt. Gaetan Haas fälschte einen Schuss von Sven Andrighetto zum dritten Treffer ab (45.). Nach dem Anschluss von Colton Parayko hatten die Schweizer noch 2:07 Minuten zu überstehen, hielten dem Druck aber stand.

"Es ist ein unglaubliches Gefühl", sagte NHL-Stürmer Nino Niederreiter: "Jetzt sind wir im Finale, und mit den Schweden haben wir noch eine Rechnung offen." Es ist die Neuauflage des Endspiels von 2013. Vor fünf Jahren siegten die Schweden in Stockholm 5:1, für die Schweizer war die Finalteilnahme dennoch der größte Erfolg ihrer WM-Geschichte. "Wir realisieren es noch gar nicht richtig", sagte Angreifer Sven Andrighetto: "Aber wir sind noch nicht fertig."

chh/dpa/sid

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