Eiskunstlauf Olympiasiegerin Savchenko beendet Arbeit mit neuem Partner nach Vorwürfen

Sie wollte ihre Karriere in den USA fortsetzen, nun hat Aljona Savchenko die Arbeit mit TJ Nyman auf Eis gelegt. Grund dafür seien Ermittlungen gegen den 21-Jährigen und seine Trainerin durch die Organisation SafeSport.
Aljona Savchenko am Rand der Eisbahn (Archiv)

Aljona Savchenko am Rand der Eisbahn (Archiv)

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Frank Rumpenhorst / dpa

Olympiasiegerin Aljona Savchenko hat ihre Comeback-Pläne als Eiskunstläuferin vorerst ausgesetzt. Das Projekt mit dem Amerikaner TJ Nyman sei »auf Eis gelegt«, sagte die 37-Jährige im Interview der »Bild am Sonntag«. Grund für die Entscheidung sind offenbar Ermittlungen gegen den 21-Jährigen durch die Organisation SafeSport, die sich unter anderem mit sexuellen Übergriffen im US-Sport beschäftigt.

»Ich habe erst im Laufe der Zeit erfahren, dass sowohl TJ als auch seine Trainerin Dalilah Sappenfield gewisse Probleme mit SafeSport haben. Ich kannte die beiden zwar, aber so ausführlich habe ich keine Informationen über sie gesammelt und wusste von diesen Problemen nichts«, sagte Savchenko.

Seit Anfang Mai ist klar, dass die Paarlauf-Olympiasiegerin von 2018 ihre Karriere nicht mit ihrem Erfolgs-Partner Bruno Massot fortsetzen wird. Savchenko hatte lange auf ein gemeinsames Comeback gehofft, doch der gebürtige Franzose entschied sich aus familiären und gesundheitlichen Gründen für eine berufliche Zukunft als Trainer.

Savchenko war 2018 in Pyeongchang mit ihrem Partner Bruno Massot Paarlauf-Olympiasiegerin geworden. Der gebürtige Franzose hatte in diesem Jahr seine Karriere beendet. Im Juni hatte die gebürtige Ukrainerin die Freigabe bei der Deutschen Eislauf-Union für den US-Verband beantragt und erhalten. »Wir wollten es versuchen, bei der WM 2022 anzutreten, falls alles gut klappen würde«, sagte sie nun.

Was genau Nyman vorgeworfen wird, wisse sie nicht. »Das wollte ich herausfinden, aber auf alle Fragen wurde mir versichert, dass nichts Ernsteres dahintersteckt«, sagte Savchenko: »Ich habe mit beiden gesprochen, brauchte für mich diese Klarheit. TJ versicherte mir, dass es nichts Ernsthaftes sei, zeigte mir ein Papier von SafeSport, dass alles für ihn okay sei. Ich war aber trotzdem skeptisch. Deshalb bin ich früher als geplant abgereist.«

Das US-Zentrum für SafeSport machte inzwischen zwischenzeitliche Sanktionen gegen Nymans Trainerin Dalilah Sappenfield  wegen nicht näher benannten Fehlverhaltens öffentlich.

Trainerin nach der aktiven Karriere

Ein Ende ihrer Karriere hatte Savchenko eigentlich noch nicht geplant – trotz Ambitionen auf eine Zukunft als Trainerin. »Ich fühle, dass ich noch sehr aktiv sein kann, trotz Mutterschaft vor zwei Jahren«, sagte sie: »Ich kann noch alles zeigen. Als Trainerin könnte ich immer noch arbeiten. Aber selbst als Sportlerin aktiv zu sein? Da läuft mir die Zeit rasant weg.«

ara/dpa/sid
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