Eiskunstlauf Rochette startet trotz Tod ihrer Mutter

Zurück auf dem Eis: Trotz des plötzlichen Todes ihrer Mutter will die kanadische Eiskunstläuferin Joannie Rochette bei den Olympischen Winterspielen starten. Kurz nach der Ankunft in Vancouver war die Mutter der Vize-Weltmeisterin an einem Herzinfarkt gestorben.

Vizeweltmeisterin Joannie Rochette: Trauer um ihre Mutter
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Vizeweltmeisterin Joannie Rochette: Trauer um ihre Mutter


Hamburg - Sie kam zurück. Ganz in schwarz kam die Eiskunstläuferin Joannie Rochette für einen Trainingslauf auf das olympische Eis. Einige Stunden zuvor war ihre Mutter Therese im Alter von 55 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Am Mittwoch (1.30 Uhr MEZ, Liveticker SPIEGEL ONLINE) startet Rochette trotz der Tragödie mit dem Kurzprogramm in den Wettbewerb.

"Sie ist eine Kämpferin. Es wäre hart, nein zu Olympia zu sagen", sagte Rochettes Agent David Baden dem US-Sportsender ESPN. "Sie hat all die Jahre für diesen Moment trainiert." Vor den olympischen Wettbewerben will sich die 24-Jährige selbst nicht äußern. "Joannie wird in Gedenken an ihre Mutter auf das Eis gehen", teilte der kanadische Verband mit.

Die mehrfache kanadische Meisterin ist seit der Eröffnungsfeier in Vancouver. Ihre Eltern reisten am Samstag aus Montreal an. Ihr Vater Normand Rochette brachte seine Frau ins Krankenhaus, wo sie in der Nacht zum Sonntag starb. "Es ist eine Tragödie. Ich bin geschockt", sagte Brian Orser, ein enger Freund der Familie. "Sie ist sehr stark, und sie macht das richtige", sagte Cynthia Phaneuf zur Entscheidung ihrer Teamkollegin.

Nach dem Kurzprogramm in der Nacht zum Mittwoch findet am Freitag (2 Uhr MEZ, Liveticker SPIEGEL ONLINE) die Entscheidung in der Kür statt. Favoritin auf die Goldmedaille ist die Südkoreanerin Kim Yu-Na. Die 19-Jährige gewann das Grand-Prix-Finale in Tokio im Dezember 2009. Rochette wurde im Aufeinandertreffen der besten sechs Eiskunstläuferinnen Fünfte.

klu/sid



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