Eiskunstlauf Savchenko und Szolkowy sagen EM-Start ab

Das deutsche Eiskunstlaufpaar Aljona Savchenko und Robin Szolkowy muss auf einen Start bei der EM verzichten. Savchenko laboriert an einem Muskelfaserriss und muss eine Woche pausieren. Sollte das Paar danach bei Shows in der Schweiz starten, droht dem Paar eine Strafe.
Eiskunstlauf-Paar Savchenko und Szolkowy: Verletzung verhindert EM-Teilnahme

Eiskunstlauf-Paar Savchenko und Szolkowy: Verletzung verhindert EM-Teilnahme

Foto: dapd

Hamburg - Aus Verletzungsgründen haben die viermaligen Paarlauf-Europameister Aljona Savchenko und Robin Szolkowy ihren Start bei der Eiskunstlauf-EM in Sheffield abgesagt. Die 28 Jahre alte Savchenko hatte vor knapp zwei Wochen bei einem Trainingssturz einen Muskelfaserriss im Oberschenkel erlitten, am Mittwoch verschlimmerte sich die Verletzung beim Training.

"Das ist eine tragische Entscheidung für uns gewesen", sagte Trainer Ingo Steuer, "die alte Verletzung ist wieder eingerissen." Das Gesundheitsrisiko sei zu hoch gewesen: "Wichtig ist, dass wir bei der WM im März in Nizza zu 100 Prozent fit sind und die Europameister schlagen können."

In seinem Bericht an den Weltverband Isu schrieb der Mannschaftsarzt der Deutschen Eislauf-Union (Deu), Stefan Prengle, dass Savchenko in fünf bis sieben Tagen wieder trainieren könne.

Die dreimaligen Weltmeister wollen vom 2. Februar an bei acht Shows in der Schweiz antreten. Dabei können sie eine hohe fünfstellige Summe verdienen. Zuvor hatte die Internationale Eislauf-Union mit einer Sperre gedroht, falls sie bei der Tournee starten. Einen vergleichbaren Fall gab es 2010. Der Russe Jewgeni Pluschenko hatte nach den Olympischen Spielen die WM ausgelassen, war aber in lukrativen Galas gelaufen. Daraufhin hatte ihn die Isu lebenslang gesperrt, das Urteil im vergangenen Jahr aber wieder aufgehoben.

"Wenn Aljona in einigen Tagen wieder trainieren kann, dann wird sie in der Schweiz einsatzbereit sein", sagte Steuer. Die Isu lehnt eine offizielle Stellungnahme ab. Möglicherweise wird die Anreise zur EM und der Versuch zu starten, positiv bewertet. "Ich finde es großartig, dass sie da sind", hatte Isu-Sportdirektor Peter Krick gesagt.

max/dpa
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