Paarlauf-Zoff Trainer Steuer kritisiert Freundin von Szolkowy

Jetzt legt der Trainer nach: Im Streit bei Deutschlands erfolgreichstem Eiskunstlaufpaar ist für Ingo Steuer die Schuldfrage geklärt. Die Freundin von Robin Szolkowy habe durch Indiskretionen schlechte Stimmung erzeugt. Seinen früheren Schützling verteidigt er hingegen.
Eiskunstlaufpaar Sawtschenko/Szolkowy: Abgang im Streit

Eiskunstlaufpaar Sawtschenko/Szolkowy: Abgang im Streit

Foto: Toru Hanai/ REUTERS

Hamburg - Trainer Ingo Steuer hat die Freundin von Robin Szolkowy für den Streit beim besten deutschen Eiskunstlauf-Paar verantwortlich gemacht. "Die Unstimmigkeiten kamen nur auf, weil Robins Freundin vor der WM ausgeplaudert hatte, wer künftig an Aljonas Seite laufen könnte. Dabei gab es ganz klare Absprachen zwischen uns", sagte Steuer im Interview mit der "Sächsischen Zeitung".

"Ich finde es schade, wenn ein Außenstehender unser Team unterwandert, sich wichtigtun will und Unruhe stiftet. Den Grund kenne ich nicht, und ich bin auch der Meinung, dass Robin nichts davon wusste", sagte Steuer weiter. Der fünfte WM-Titel von Szolkowy und Partnerin Aljona Sawtschenko Ende März war von dem Streit über den zukünftigen Partner der gebürtigen Ukrainerin überschattet worden.

Kurz vor dem Ende der WM war bekannt geworden, dass Sawtschenko ihre Laufbahn mit dem Franzosen Bruno Massot fortsetzen will. Diese Indiskretion hatte zu einem Eklat geführt, Szolkowy sagte sein Mitwirken an drei in Japan geplanten Schauläufen ab. Den Namen Massot wollte Steuer allerdings noch nicht bestätigen.

"Aljona ist fast noch ehrgeiziger als ich"

"Wir hatten vereinbart, dass wir uns am 26. April mit einer Revue in Chemnitz verabschieden und danach der Öffentlichkeit erklären, wie es weitergeht. Dann wäre auch genügend Zeit geblieben, vorher mit allen unseren Freunden und Sponsoren zu reden", sagte Steuer.

Gemäß den Richtlinien des Eislauf-Weltverbandes Isu wäre die neue Kombination international für ein Jahr gesperrt. Für einen gemeinsamen Start bei den Olympischen Winterspielen 2018 im südkoreanischen Pyeongchang müsste Sawtschenko die französische oder Masson die deutsche Staatsbürgerschaft annehmen.

Gold in Südkorea sei auch das angestrebte Ziel. "Natürlich, der Traum ist zweimal geplatzt, den wollen wir uns nun endlich 2018 erfüllen. Aljona ist fast noch ehrgeiziger als ich, deshalb gibt es kein anderes Ziel", sagte Steuer.

aha/sid
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