Eiskunstlauf Weinzierl stürzt und scheidet vorzeitig aus

Nathalie Weinzierl ging mit hohen Zielen in die Eiskunstlauf-WM - und erlebte einen Albtraum. Auf Platz 35 nach dem Kurzprogramm verpasste sie das Finale deutlich.

Nathalie Weinzierl
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Nathalie Weinzierl


Eiskunstläuferin Nathalie Weinzierl hat das Finale bei den Weltmeisterschaften in Boston klar verpasst. Das Preisgericht gab der EM-Siebten nur 43,25 Punkte für das Kurzprogramm zu "Feeling Good" von Michael Bublé - damit hatte sie keine Chance mehr auf die Kür der besten 24 Läuferinnen. Am Ende war es Platz 35. Zuvor war bereits der zweimalige deutsche Meister Franz Streubel bei seinem WM-Debüt frühzeitig ausgeschieden.

Weinzierl kam weinend vom Eis und konnte sich die dürftige Leistung nicht erklären. Eigentlich wollte die ambitionierte Läuferin sogar die Top Ten angreifen, das Finale war fest eingeplant. "Das Training hier und das Einlaufen waren richtig gut. Ich war total perplex, dass das schiefgegangen ist", sagte sie. Mit einem doppelten Axel fing sie gut an, auch die Choreographie hatte sie im Vergleich zu den Vorjahren verbessert - doch dann kamen viele technische Fehler.

Der Rest ihrer Kurzkür geriet vor 11.000 Zuschauern zum Desaster. Bei der Dreifach-Kombination leistete sich Weinzierl einen kapitalen Sturz und versäumte es, dieses Element nachzuholen. Nach einer Pirouette, bei der sie aus der Achse fiel, war die Enttäuschung komplett.

An der Spitze der Konkurrenz etablierte sich Gracie Gold. Die US-Meisterin kam auf 76,43 Punkte und verwies damit Anna Pogorilaja aus Russland (73,98) sowie deren Teamkollegin Jewgenija Medwedewa (73,76) auf die Plätze zwei und drei.

Als letzte deutsche Hoffnung gehen nun die Paarlauf-Meister Aljona Savchenko und Bruno Massot bei ihrem gemeinsamen WM-Debüt am Freitag erstmals aufs Eis. Die gebürtige Ukrainerin und der Franzose hatten in Bratislava auf Anhieb EM-Silber geholt.

krä/sid/dpa



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