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Paarläufer Sawtschenko und Szolkowy: Zum Abschluss Goldmedaille Nummer fünf

Foto: Toru Hanai/ REUTERS

Eiskunstlauf-WM Sawtschenko und Szolkowy gewinnen fünftes Gold

Nach der Enttäuschung in Sotschi kam jetzt die Erlösung: Bei ihrer zehnten WM-Teilnahme haben die Eiskunstläufer Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy ihre fünfte Goldmedaille gewonnen. Es ist der letzte gemeinsame Erfolg des Duos - Szolkowy beendet seine Karriere.

Hamburg - Nach dem Kurzprogramm zum "Rosaroten Panther" folgte die Kür zum "Nussknacker": Zum Ende ihrer gemeinsamen Karriere sind Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy zum fünften Mal Eiskunstlauf-Weltmeister geworden. Damit übertraf das Paar den deutschen Rekord der Olympiasieger Maxi Herber und Ernst Baier, die vor 75 Jahren viermal im Paarlauf triumphiert hatten.

"Es fühlt sich großartig an, wir hatten hier das vielleicht großartigste Publikum weltweit", sagte Szolkowy, der sich gemeinsam mit Sawtschenko in Saitama bei Tokio gegen das russische Duo Xenia Stolbowa und Fedor Klimow sowie gegen die Kanadier Meagan Duhamel und Eric Radford durchsetzte. Die Olympiasieger Tatjana Wolossoschar/Maxim Trankow aus Russland saßen nur im Publikum. Das zweite deutsche Teilnehmerpaar Maylin und Daniel Wende belegte Platz 13. Insgesamt kamen Sawtschenko und Szolkowy auf 224,88 Punkte. Die zweitplatzierten Russen erreichten 215,92 Punkte, das kanadische Paar auf Rang drei 210,84.

Trotzdem gelang Sawtschenko/Szolkowy bei ihrem letzten Wettkampf eine außerordentliche Leistung: Sie interpretierten die Ballettkür geschmeidig und fast ohne Makel. Nur beim zweifach geplanten Axel fehlte beiden eine Umdrehung. "Es ist schade um den Axel, das war nicht geplant. Aber ich kann damit leben", sagte Sawtschenko.

Szolkowy hört auf, bei Sawtschenko ist nichts entschieden

Wären sie so bei Olympia vor sechs Wochen gelaufen, hätte es zumindest zu Silber gereicht. Doch in Sotschi stürzte der 34-Jährige beim Toeloop und seine vier Jahre jüngere Partnerin beim risikoreichen dreifachen Wurfaxel.

Als Trostpflaster dient nun die neue deutsche WM-Bestmarke, die international nur die Russen Irina Rodnina und Alexander Saitzew mit sechs Titeln übertrafen. Zudem stand das Paar von Trainer Ingo Steuer bei zehn Welttitelkämpfen achtmal auf dem Podium - einmal mehr als die legendären Russen Ludmila und Oleg Protopopow. "Das ist schon etwas Besonderes, ich bin sehr stolz", sagte Trainer Ingo Steuer.

Unklar ist, wie es weitergeht. Zwar haben die Ausnahmeläufer einen vorläufigen Dreijahresvertrag mit der Schaulauftournee "Art on Ice" in der Schweiz unterschrieben, andererseits kann sich Sawtschenko eine Fortsetzung der Wettkampfkarriere mit einem anderen Partner vorstellen. Entschieden ist noch nichts.

Bei den Olympischen Spielen in Sotschi hatte das Duo die ersehnte Goldmedaille verpasst und Bronze gewonnen, eine große Enttäuschung. Szolkowy kündigte an, nach der Weltmeisterschaft seine Karriere zu beenden.

ulz/dpa
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