Eisschnelllauf De Jong erlöst die Niederlande

Freude bei den holländischen Eisschnelllauf-Fans: Bob de Jong hat acht Jahre nach Eisschnelllauf-Silber in Nagano erstmals die olympische Goldmedaille über 10.000 Meter gewonnen. Der zweite Rang ging an einen US-Amerikaner, der seine dritte Medaille in Turin sammelte.


Turin - Der 29 Jahre alte de Jong verhinderte mit seinem Sieg, dass die Niederländer erstmals seit 1994 ohne Kufen-Gold von Winterspielen heimkehren. Er verwies beim vorletzten Wettkampf im Oval Lingotto - am Samstag greift noch Claudia Pechstein über 5000 Meter nach ihrem sechsten Olympiasieg - in 13:01,57 Minuten den Amerikaner Chad Hedrick (13:05,40) und seinen Landsmann Carl Verheijen (13:08,80) auf die Plätze zwei und drei.

Schnellläufer de Jong: Tradition fortgesetzt
AP

Schnellläufer de Jong: Tradition fortgesetzt

Für Weltrekordler und 5000-Meter-Olympiasieger Hedrick, der in Turin ursprünglich fünf Siege angepeilt hatte, kam der zweite Platz einer Niederlage gleich.

Der neue italienische Volksheld Enrico Fabris verpasste derweil das von ihm angestrebte vierte Edelmetall im Oval Lingotto. Der Polizist aus Padua, der mit dem Team und über 1500 Meter Gold sowie über 5000 Meter Bronze gewonnen hatte, wurde nur Achter (13:21,54). Von den deutschen Herren hatte sich erstmals seit 1976 kein Läufer für die 10.000-Meter-Entscheidung qualifizieren können.

Bereits die vergangenen beiden Olympiasiege über 10.000 Meter gingen in die Niederlande. 2002 gewann Jochem Uytdehaage, 1998 Gianni Romme.

pav/sid



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