Eisschnelllauf Friesinger muss zulegen

Die deutsche Eisschnellläuferin Anni Friesinger kommt diesen Winter einfach nicht richtig in Fahrt. In Heerenveen lief die Olympiasiegerin wieder der Weltspitze hinterher. Dauerrivalin Claudia Pechstein ist ihr momentan leistungsmäßig um einiges voraus.


Anni Friesinger: "Ich finde das Ergebnis ganz gut"
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Anni Friesinger: "Ich finde das Ergebnis ganz gut"

Heerenveen - Pechstein baute beim Weltcup in Heerenveen über 5000 Meter mit Saisonsieg Nummer zwei auf der Langstrecke ihre Weltcupführung aus und steuert dem ersten Gesamtsieg ihrer Karriere entgegen. Über Friesingers Spezialdistanz 1500 Meter wurde Pechstein am Sonntag Zweite, während die mit Trainingsrückstand in die Saison gestartete Friesinger nicht über Rang fünf hinauskam.

Die Inzellerin hat bis zur Titelverteidigung bei der EM in Heerenveen (3. bis 5. Januar 2003) noch viel Arbeit vor sich. Die 25 Jahre alte Weltrekordlerin gab sich jedoch trotz ihres auf den ersten Blick enttäuschenden fünften Platzes in 1:59,18 Minuten optimistisch. "Ich finde das Ergebnis ganz gut, weil wir alle dicht zusammen waren", sagte Friesinger, "am Dienstag geht es in die Sonne nach Lanzarote. Dann kann ich endlich ordentlich trainieren."

Pechstein derzeit gut in Form


Für das kommende Jahr hat sich die Olympiasiegerin über 1500 Meter einiges vorgenommen. "Ab Januar bin ich wieder dabei", so Friesinger. Bis dahin will sie den Trainingsrückstand aufgeholt haben. Im Mai dieses Jahres war sie am Knie operiert worden. Wegen einer Magen-Darm-Grippe hatte Friesinger im Oktober kaum trainieren können.

Claudia Pechstein dagegen wurde am Sonntag in sehr guten 1:58,82 Minuten Zweite über 1500 Meter und war nur der zurzeit dominierenden Kanadierin Cindy Klassen (1:57,72) unterlegen. "Ich bin glücklich, weil ich noch nie einen so guten Saisonstart hatte", sagte die 30-Jährige.



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