Eisschnelllauf Friesinger verliert trotz Weltrekords

Es hätte wieder ihr Tag werden können: Anni Friesinger lief beim Weltcup in Salt Lake City wie schon vor zwei Wochen über 1500 Meter Weltrekord - und war ihn wenig später wieder los. Eine Weltmeisterin aus Kanada sprintete noch viel schneller.


Salt Lake City - Cindy Klassen legte in 1:51,79 Minuten eine Fabelzeit aufs Eis, nachdem ihre deutsche Konkurrentin zuvor 1:53,19 Minuten gelaufen war - drei Hundertstel Sekunden schneller als bei ihrem Weltrekord vor zwei Wochen in Calgary. Für Klassen war es der zweiten Erfolg in Salt Lake City nach ihrem Erfolg über 3000 Meter. Friesinger hatte zuvor überraschend beide 1000-Meter-Rennen gewonnen. Sabine Völker war als Fünfte in 1:54,57 Minuten persönliche Bestzeit gelaufen.

Weltrekordlerin Klassen: "In Turin noch besser"
AP

Weltrekordlerin Klassen: "In Turin noch besser"

"Das war dicht am perfekten Rennen", sagte Klassen, "ich bin besonders mit meiner Höchstgeschwindigkeit zufrieden. Die hat mir voriges Wochenende gefehlt. Ich habe sie ganz gut gehalten und bin am Ende nicht zu sehr gestorben. In Turin will ich auf einem noch höheren Niveau laufen", so Klassen, die unmittelbar nach ihrem Lauf von Friesinger beglückwünscht wurde.

Auch bei den Männern gab es eine Bestzeit zu feiern. Allround-Weltmeister Shani Davis aus den USA schraubte den 1000-Meter-Weltrekord auf 1:07,03 Minuten. Davis war 0,15 Sekunden schneller als der Niederländer Gerard van Velde bei seinem Olympiasieg an gleicher Stelle vor vier Jahren. Es war der fünfte Weltrekord des Wochenendes, bei den Herren fielen die Marken auf allen vier Strecken zwischen 500 und 5000 Metern.



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