Eisschnelllauf-WM Pechstein bejubelt zweite Bronzemedaille

Claudia Pechstein hat das "Zickenduell" gegen Stephanie Beckert gewonnen. Im WM-Rennen über 5000 Meter holte die 41-Jährige Bronze, ihre Landsfrau nur Rang fünf. Pechstein hatte Beckert zuletzt öffentlich Arbeitsverweigerung vorgeworfen.

Eisschnellläuferin Pechstein: Bronze auch über 5000 Meter
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Eisschnellläuferin Pechstein: Bronze auch über 5000 Meter


Hamburg - Claudia Pechstein hat ihre starke Form bei der Olympia-Generalprobe bestätigt. Nach der Bronze-Medaille über 3000 Meter hat die Eisschnellläuferin in Sotschi, Austragungsort der Winterspiele 2014, zum zweiten Mal das Podest erreicht. Auch über 5000 Meter erreichte die 41-Jährige Rang drei. Besser als Pechstein (7:04,07 Minuten) waren nur die überragende Tschechin Martina Sablikova (6:54,31) und Ireen Wüst (7:02,96) aus den Niederlanden. Für Sablikova war es der sechste Titel in Serie auf dieser Distanz seit 2007.

Pechstein erhöhte ihr Erfolgskonto bei Olympia, Welt- und Europameisterschaften auf nun insgesamt 59 Medaillen (14/28/17). Allein auf den 5000 Metern hat sie nun 13 WM-Medaillen gewonnen, dabei 1996 bei der Premiere und 2003 jeweils Gold. "Ich habe ein paar Tränen laufen lassen. Es macht mich stolz, in meinem Alter Medaillen zu holen", sagte die 41-Jährige: "Hätte ich zum Schluss die Innenkurve gehabt, hätte ich eventuell den zweiten Platz von Ireen Wüst erreicht."

Kraus überrascht mit persönlicher Bestzeit

Team-Olympiasiegerin Stephanie Beckert blieb in 7:09,36 Minuten nur der fünfte Platz. Dafür überraschte Bente Kraus mit persönlicher Bestzeit als Siebte (7:09,82).

Becker wirkte noch immer von der Fehde mit Pechstein beeinflusst. Im Weltcup-Finale in Heerenveen war es zum Eklat gekommen, nachdem Pechstein ihrer Mannschaftskollegin nach deren Auftritt im Teamlauf via Facebook "Arbeitsverweigerung" vorgeworfen hatte. Was folgte, waren eine öffentliche Schlammschlacht und der Rückzug Beckerts aus der WM-Teamverfolgung.

"Ich habe von Tag zu Tag mehr versucht, das alles von mir abzublocken. Komplett verdrängen kann ich das aber nicht. Ich habe es heute versucht, habe gekämpft. Leider hat es aber nicht für eine Medaille gereicht", sagte Beckert: "Ich werde jetzt versuchen, mir ein gutes Umfeld zu schaffen und den Kopf frei zu bekommen."

leh/sid/dpa

insgesamt 10 Beiträge
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wolfman11 23.03.2013
1. Gratulation
Herzlichen Glückwunsch zu diesen außerordentlichen Erfolgen. Immer noch die beste deutsche Langstrecklerin. Jetzt noch Beckert die Hand reichen und sich danach auf die kommende Olympiade freuen.
holle61 23.03.2013
2. Super Claudia
ganz toll Claudi! 2014 wird nochmal dein Höhepunkt!
hattrick73 23.03.2013
3.
Frau Pechstein manövriert sich ins Abseits. Nach ihrem Lauf hatte sie nichts besseres zu tun als an der Bande demonstrativ "la ola" zu machen, während Konkurrentinnen noch um Medaillen kämpften. Reichlich unsportlich so etwas vor Ende des Wettkampfes zu machen. Andererseits ist sie natürlich eine tragische Figur. Erst war die eine Konkurrentin ( Niemann) besser und beliebter und dann die zweite ( Friesinger) ebenfalls beliebter. Selbst hat sie krampfhaft versucht Aufmerksamkeit zu erreichen ( ich meine diese lächerliche Perücke) und mußte doch erkennen, dass sie an die Popularität der anderen nicht heranreicht. Und alle Medaillen sind wahrscheinlich nur mit Doping gewonnen worden. Eine Karriere in Trümmern. Gut, dass heute die ARD den Bericht in der Sportschsau gebracht und nicht der Haus- und Hofsender ZDF samt Haus- und Hofreporter Poschman.
spon-40a-aoa0 23.03.2013
4. optional
glückwunsch zu bronze - vor allem weil Sie sich so sportlich fair verhalten haben (während des letzten Rennens) :-(
zaunreiter35 23.03.2013
5. Die feine Frau Pechstein
hat heut zum wiederholten male sportmanchip vermissen lassen.
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