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16. November 2013, 09:39 Uhr

Eisschnelllauf-Weltcup

Pechstein nur von Olympiasiegerin Sablokova geschlagen

Eisschnellläuferin Claudia Pechstein ist knapp drei Monate vor den Olympischen Winterspielen in sehr guter Form. Beim Weltcup in Salt Lake City verpasste die 41-Jährige den Sieg nur denkbar knapp. Stephanie Beckerts Formkrise hält dagegen weiter an.

Hamburg - Claudia Pechstein lief beim Weltcup im US-amerikanischen Salt Lake City am Freitag über 3000 Meter ein grandioses Rennen. Die 41-Jährige kam nach 3:57,80 Minuten ins Ziel und musste sich Olympiasiegerin Martina Sablikova (Tschechien/3:57,79) nur um eine hundertstel Sekunde geschlagen geben.

"Ich bin sehr zufrieden. Wenn man gegen die Weltbeste nur so knapp verliert, ist das auf Augenhöhe", sagte Pechstein, die im direkten Lauf gegen Sablikova angetreten war: "Es hat unheimlich viel Spaß gemacht. Martina sagte nach dem Rennen 'Danke, Claudia', und auch ich habe mich bei ihr bedankt." Pechstein hatte beim Weltcup-Auftakt in Calgary (Kanada) über 3000 Meter gesiegt.

Pechsteins Rivalin Stephanie Beckert musste im Kampf um einen Platz für die Winterspiele in Sotschi dagegen einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Die formschwache Erfurterin belegte über 3000 Meter in 4:06,42 Minuten nur den zehnten Platz in der schwächer eingestuften B-Gruppe. Ihren Startplatz in der A-Gruppe hatte die Team-Olympiasiegerin von Vancouver in der Vorwoche durch einen 15. Platz beim Weltcup in Calgary verloren.

Für Sprinterin Jenny Wolf reichte es am Freitag nicht für eine erneute Podestplatzierung. Die 34-Jährige wurde in einem hochklassigen 500-Meter-Rennen in 37,15 Sekunden Vierte. Der Sieg auf dem "schnellsten Eis der Welt" ging an die abermals herausragende Olympiasiegerin Lee Sang-Hwa aus Südkorea, die in 36,57 Sekunden ihren Weltrekord aus der Vorwoche um fast zwei Zehntel verbesserte. Platz zwei holte die Chinesin Beixing Wang (36,85), Dritte wurde die Amerikanerin Heather Richardson (36,97).

Wolf hatte beim Weltcup-Auftakt mit zwei zweiten Plätzen überzeugt. Einen guten Auftritt zeigte in den USA auch die Erfurterin Judith Hesse, die in 37,42 Sekunden ihre dritte persönliche Bestzeit in dieser Saison aufstellte und Neunte wurde.

goe/sid

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