Eisschnelllaufen Friesinger siegt und genießt

Viert Starts, vier Siege. Für Anni Friesinger ist die olympische Eisschnelllaufbahn von Turin wie geschaffen. Keine andere Athletin dominierte dieses Weltcupwochenende wie die Deutsche. Allerdings gibt es auch Sorgen im Team.


Turin - "Ich habe diese Bahn gut eingeweiht. Für den Kopf tut es gut, und ich genieße es sehr", sagte die Doppel-Weltmeisterin, die mit Erfolgen über 1000 Meter (1:16, 30 Minuten), 1500 Meter (1:57,32) und 3000 Meter (4:05,46) ihre Weltcup-Siege Nummer 31 bis 33 verbuchte. Alle drei Male setzte sie sich gegen ihre große Konkurrentin Cindy Klassen aus Kanada durch, die als Einzige der Deutschen zumindest nahe kam (1:16,54/1:57,62/4:05,70). Über 1000 Meter lief Friesinger sogar ohne Gegnerin zum Triumph. Ihre Konkurrentin Chris Witty (USA) hatte verletzt ausgesetzen müssen.

Siegerin Friesinger: "Für den Kopf tut es gut"
EPA/DPA

Siegerin Friesinger: "Für den Kopf tut es gut"

Und zum Abschluss des Wettbewerbes gewann die Deutsche im Team gemeinsam mit den Erfurterinnen Sabine Völker und Daniela Anschütz. Das deutsche Team setzte sich in 3:04,22 Minuten vor Kanada (3:06,15) und Japan durch.

Claudia Pechstein verlebt allerdings weniger schöne Tage. Die Berlinerin plagt erneut eine schwere Erkältung. Nach Platz 12 über 1500 Meter und Rang sechs auf ihrer Lieblingsstrecke 3000 Meter trat Pechstein die Heimreise an und verzichtete auf einen Start im Team. Am Montag soll ein Arztbesuch Aufschluss darüber geben, ob die Probleme Nachwirkungen einer Antibiotika-Kur sind, oder ob sich die 33-Jährige einen neuen Infekt eingefangen hat. Pechstein, die am Dienstag ins Trainingslager nach Fuerteventura fliegen will, blieb locker: "Bei einer verpatzten Generalprobe gelingt ja meistens die Aufführung."



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