Schwacher Saisonstart Rekord-Weltcupsieger Schlierenzauer pausiert auf unbestimmte Zeit

Der Saisonstart ist Gregor Schlierenzauer gründlich misslungen, nun zieht Österreichs Skisprungstar Konsequenzen. Um die "Müdigkeit im Kopf" zu bekämpfen, legt er eine Pause ein.

Skispringer Schlierenzauer: "Ich möchte Abstand gewinnen"
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Skispringer Schlierenzauer: "Ich möchte Abstand gewinnen"


Österreichs Skisprungstar Gregor Schlierenzauer legt nach seinem schwachen Start in die Weltcup-Saison eine Pause auf unbestimmte Zeit ein, Ziel des 25-Jährigen bleibt aber der Start bei der Vierschanzentournee (28. Dezember bis 6. Januar). Dies teilte der zweimalige Tourneesieger auf seiner Homepage mit.

"Irgendwann mag man die Dinge nicht mehr schönreden, also habe ich am langen Heimweg von Lillehammer und dann zu Hause in aller Ruhe und Ehrlichkeit die Situation analysiert", schreibt Schlierenzauer: "Rausgekommen ist, dass ich Nischni Tagil auf jeden Fall mal auslassen werde und mich hinsichtlich der weiteren Tourneevorbereitung nicht festlegen möchte."

Rekord-Weltcupsieger Schlierenzauer hatte nach Platz 17 zum Auftakt in Klingenthal bereits eine Trainingspause eingelegt, war am Wochenende in Lillehammer aber erneut nicht über die Plätze 14 und 20 hinausgekommen. "Um wieder dort hinzukommen, wo ich jahrelang war, habe ich in den vergangenen Monaten so ziemlich alles probiert", sagte Schlierenzauer: "Ich möchte Abstand gewinnen, um die Müdigkeit, die ich aktuell verspüre, aus dem Kopf raus- und neuen Schwung und Freude hineinzubekommen."

Drei weitere ehemalige Tourneesieger sind derzeit ebenfalls nicht im Weltcup vertreten, der am Wochenende mit zwei Springen im russischen Nischni Tagil fortgesetzt wird. Schlierenzauers Landsmann Andreas Kofler trainiert in Lillehammer, der finnische Rekord-Tourneegewinner Janne Ahonen sucht in der Heimat nach seiner Form, will aber beim Tourneestart in Oberstdorf zurückkehren. Gleiches gilt für den Österreicher Thomas Diethart, der nach einer Verletzungspause mit Gewichtsproblemen zu kämpfen hat.

bka/sid



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TS_Alien 09.12.2015
1.
Wenn man "müde" im Kopf ist, sollte man sich neue Herausforderungen suchen. So mancher Top-Sportler bleibt zu lange im Sport. Man muss rechtzeitig den Absprung schaffen. Gerade dann, wenn man intelligent ist.
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