WM-Riesenslalom Kristoffersen schlägt kranken Hirscher

Vier von fünf Riesenslaloms dieser Saison hatte Marcel Hirscher gewonnen. Für den Österreicher zählte bei der WM nur Gold, doch sein Dauerrivale Henrik Kristoffersen war diesmal ein bisschen besser.

Henrik Kristoffersen
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Henrik Kristoffersen


"Das wurde aber auch Zeit", sagte Weltmeister Henrik Kristoffersen nach seinem Goldlauf im Riesenslalom. Der Norweger gewann in Åre die erste WM-Medaille seiner Karriere und verwies seinen Dauerrivalen Marcel Hirscher auf den zweiten Platz. Bronze ging an den Franzosen Alexis Pinturault, der zuvor schon den WM-Titel in der alpinen Kombination gewonnen hatte.

Der Österreicher Hirscher war als Topfavorit ins Rennen gegangen, möglicherweise fehlte ihm nach einem gerade erst auskurierten grippalen Effekt aber die Kraft. Der 29-Jährige hatte in dieser Saison vier der fünf Riesenslaloms gewonnen, mit einem Sieg hätte Hirscher seinen Landsmann Toni Sailer als erfolgreichsten WM-Teilnehmer der Geschichte ablösen können.

Für Kristoffersen geht eine lange Misserfolgsgeschichte bei Weltmeisterschaften zu Ende. Bei seinem Debüt 2013 in Schladming war er im Slalom ausgeschieden und fuhr im Riesenslalom auf Platz 20. Es folgten 2015 in Beaver Creek und 2017 in St. Moritz insgesamt drei vierte Plätze.

Aus deutscher Sicht lagen beim drittletzten Rennen dieser WM Freud und Leid nah beieinander. Mitfavorit Stefan Luitz schied bereits im ersten Durchgang nach einem Sturz aus, die Verletzung stellte sich letztlich aber als nicht so schwerwiegend heraus. Teamkollege Alexander Schmid fuhr überraschend auf den achten Platz, er hatte zuvor in seiner Karriere erst eine Top-Ten-Platzierung im Weltcup erreicht.

Hirscher wiederum war trotz des verpassten WM-Titels zufrieden. "In Anbetracht der Umstände ist das heute gewaltig", sagte er. "Ich muss sehr zufrieden sein." Und am kommenden Sonntag (11 und 14.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) hat Hirscher im Slalom die zweite Chance, Sailer in der ewigen Bestenliste zu verdrängen.

krä/sid

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