Nordische Kombination DSV kann Riiber nur hinterhergucken

Drei Wettbewerbe, drei Siege: Norwegens Jarl Magnus Riiber beherrscht die Nordische Kombination nach Belieben. Die vom Erfolg verwöhnten DSV-Athleten sind dagegen derzeit chancenlos.

Jarl Magnus Riiber ist nicht zu stoppen
KIMMO BRANDT/EPA-EFE/REX

Jarl Magnus Riiber ist nicht zu stoppen


Norwegens Jarl Magnus Riiber ist der neue "Dominierer" in der Nordischen Kombination, die deutschen Skizweikämpfer kamen hingegen beim Saisonstart nur schwer in Fahrt. Während der überragende Riiber beim Weltcup im finnischen Kuusamo am Sonntag auch das dritte Rennen mit gewaltigem Vorsprung gewann, blieb ein starker zweiter Platz von Vinzenz Geiger am Samstag aus DSV-Sicht der Ausreißer nach oben.

Vor dem abschließenden Rennen am Sonntag musste das Springen wegen starker Winde am Polarkreis abgebrochen werden. Somit galt der provisorische Wertungsdurchgang vom Donnerstag als Grundlage für den Langlauf - und da hatten die Deutschen denkbar schlecht abgeschnitten.

Das passte ins Bild eines nicht wirklich glücklichen Auftritts der einstigen DSV-Vorzeigeathleten, die im Springen noch nicht konkurrenzfähig sind. Im Laufen klappt es deutlich besser: Am Sonntag arbeitete sich Manuel Faißt als bester Deutscher auf Rang acht vor. Fabian Rießle mit Platz fünf am Freitag sowie Geiger (2.) und Rekordweltmeister Eric Frenzel (9.) am Samstag sorgten für weitere Top-Ten-Platzierungen.

Riiber wie einst Ackermann

Auf absehbare Zeit unschlagbar scheint allerdings Riiber. Der Normalschanzen-Weltmeister spielte an allen Tagen in einer eigenen Liga, siegte mit 53 und 48 Sekunden sowie am Sonntag mit gewaltigen 2:08 Minuten Vorsprung. "Die Wettkämpfe hier gehörten zu den besten meiner Karriere", sagte der 22-Jährige, der als erster Kombinierer seit Ronny Ackermann 2003/04 mit einem Sieg-Hattrick in die Saison startet. Norwegens Dominanz ist beeindruckend: Am Sonntag lagen fünf Norweger unter den besten Sechs.

Wenig bis gar nichts geht derzeit auf der Schanze bei Doppel-Olympiasieger Johannes Rydzek, der an allen drei Wettkampftagen hoffnungslos zurücklag. Nach den Plätzen 39 und 33 ersparte er sich am Sonntag den Laufstart von Position 42. "Rund 100 verpasste Trainingssprünge in der Vorbereitung machen sich leider bemerkbar", sagte der 27-Jährige, der im Sommer unter hartnäckigen Fußproblemen gelitten hatte.

aha/sid



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