Kein Start bei Olympia Sportgericht lehnt Pechstein-Antrag ab

Claudia Pechstein darf nicht an den Olympischen Winterspielen in Vancouver teilnehmen. Die Ad-hoc-Kammer des Internationalen Sportgerichtshofs wies den Antrag der fünfmaligen Eisschnelllauf-Olympiasiegerin auf eine Startfreigabe ab.
Eisschnellläuferin Pechstein: In Kanada nicht am Start

Eisschnellläuferin Pechstein: In Kanada nicht am Start

Foto: ddp

Pechstein

Hamburg - "In Ermangelung einer Entscheidung, die angefochten werden könnte, hat die Ad-hoc-Kammer entschieden, dass sie keine rechtliche Handhabe hat, den Antrag von Frau Pechstein zu behandeln", hieß es in einer Stellungnahme auf der Homepage des Internationalen Sportgerichtshofs Cas zur Begründung. habe nicht gegen eine Nichtnominierung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) Einspruch einlegen können, da es diese aufgrund ihrer zweijährigen Sperre gar nicht habe geben können.

Pechsteins Anwalt Christian Krähe hatte am Montag den Antrag beim Ad-hoc-Gericht eingereicht. Daraufhin gaben das Internationale Olympische Komitee (IOC), und der DOSB sowie der Eislauf-Weltverband (Isu) als "interessierte Partei" Stellungnahmen beim Cas ab. Danach durfte auch die Pechstein-Seite nochmals einen Kommentar einreichen. Über Inhalte wurde nichts bekannt.

Die Hoffnungen Pechsteins, neue, aus ihrer Sicht entlastende Fakten in einer Anhörung präsentieren zu dürfen, erfüllten sich nicht. Pechstein hatte den Gang vor das Ad-hoc-Gericht mit neuen Fakten und Expertenaussagen begründet, die sie angeblich entlasten. Die Isu hatte die 37 Jahre alte Berlinerin nur anhand von Indizien wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt. Pechstein hatte auf einen Einsatz im Teamrennen am 26. und 27. Februar gehofft.

jok/sid