Nach Doping-Enthüllung Langläufer Dürr wird lebenslang gesperrt

Er gilt als Kronzeuge in der "Operation Aderlass" und ist Wiederholungstäter in Sachen Doping: Langläufer Johannes Dürr ist vom österreichischen Verband lebenslänglich gesperrt worden.

So wird man Johannes Dürr nicht mehr sehen
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So wird man Johannes Dürr nicht mehr sehen


Der österreichische Skilangläufer Johannes Dürr ist als Wiederholungstäter auf Lebenszeit wegen Dopings gesperrt worden. Dies gab die österreichische Anti-Doping-Rechtskommission am Dienstag bekannt. Demnach ist der 32-Jährige "lebenslang von Sportveranstaltungen jeglicher Art" ausgeschlossen. Dürrs Anwalt teilte der ARD mit, dass sein Mandant keinen Einspruch einlegen werde.

Dürr war erstmals bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014 positiv getestet und gesperrt worden. In der Folge hatte er als Kronzeuge weitgehende Aussagen gemacht und damit die "Operation Aderlass" ausgelöst, die zu Razzien bei der Nordischen Ski-WM 2019 in Seefeld geführt und die Zerschlagung des Dopingnetzwerkes um den Erfurter Arzt Mark S. ausgelöst hatte.

Danach hatte Dürr aber eine erneute Beichte abgelegt und gestanden, auch nach seinem Comeback Blutdoping betrieben zu haben. Neben der lebenslangen Sperre wurden auch sämtliche Ergebnisse Dürrs seit Februar 2016 gestrichen. Allerdings hatte er ohnehin nicht mehr den Sprung in Österreichs Weltcup-Team und damit den Zugang zu wichtigen Wettkämpfen geschafft.

aha/sid



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qgg100 18.09.2019
1. "Allerdings hatte er ohnehin nicht mehr den Sprung in Österreichs...
Weltcup-Team und damit den Zugang zu wichtigen Wettkämpfen geschafft", da ihn dort die ganzen ungedopten Konkurrenten abgehängt haben !
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