Straßer gewinnt Parallel-Slalom "Das wird eine Riesenparty"

Er war nur aufgrund einer Verletzung von Felix Neureuther am Start - und düpierte die Weltelite: Linus Straßer hat im Parallel-Slalom überraschend den ersten Saisonsieg für die deutschen Skirennfahrer geholt.

Linus Straßer
AFP

Linus Straßer


Der deutsche Skirennfahrer Linus Straßer hat zum ersten Mal in seiner Karriere ein Weltcup-Rennen gewonnen. Beim Parallel-Slalom in Stockholm besiegte der Münchner am Dienstagabend im Finale den Franzosen Alexis Pinturault. Dritter wurde Mattias Hargin aus Schweden vor dem Briten Dave Ryding.

Für die deutschen Skirennfahrer war es er erste Sieg in der laufenden Saison. Straßers bestes Ergebnis im Weltcup war bislang Platz fünf 2015 in Schladming gewesen. Und eigentlich hatte er sich auch überhaupt nicht für den Wettbewerb qualifiziert. Nur weil der beste deutsche Skirennfahrer, Felix Neureuther, wegen einer Kapselverletzung im Knie auf den Wettkampf in Schweden verzichtete, bekam Straßer den Startplatz.

"Das hätte ich nie geglaubt", sagte der 24-Jährige nach seinem Erfolg - und berichtete von aufmunternden Worten Neureuthers vor dem Rennen: "Er hat gesagt, das ist meine Chance. Ich sei hier, um das zu gewinnen. Ich habe meine Chance genutzt."

"Es ging so schnell, plötzlich stand ich im Finale"

Auf seinem Weg zum Sieg schaltete der Deutsche auf der 180 Meter langen Piste hochklassige Konkurrenten aus: Straßer besiegte in der ersten Runde überraschend Topfavorit Henrik Kristoffersen aus Norwegen. Im Viertelfinale war er schneller als Stefano Groß aus Italien. Im Halbfinale drehte der 24-Jährige dann einen Rückstand gegen Hargin. "Es ging so schnell, plötzlich stand ich im Finale. Und dann dachte ich mir: Jetzt kannst du gewinnen", sagte Straßer.

Neben Kristoffersen schied auch Marcel Hirscher aus Österreich schon in der ersten Runde aus. Er unterlag dem Norweger Aleksander Aamodt Kilde. "Ich hätte gerne ein paar Runden mehr überstanden und wäre länger gefahren, weil es einfach Spaß macht", sagte er dem Österreichischen TV-Sender ORF. "Man darf da niemanden unterschätzen bei diesem Bewerb."

Nun kann sich Straßer über 47.000 Euro Siegprämie freuen - und über einen Platz bei der WM. Straßer, der sich nun sportlich für die Weltmeisterschaften in St. Moritz (6. bis 19. Februar) qualifiziert hat, versprach nach dem Rennen: "Das wird eine Riesenparty."

bka/dpa/sid



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