Mixed Zone Henkel gibt auf, Teichmann und Angerer laufen hinterher

Tragischer Kampf: Der südkoreanische Profiboxer Choi Yo-Sam ist für hirntot erklärt worden. Er war vor einer Woche nach einem WM-Fight zusammengebrochen. Die deutschen Skilangläufer erlebten bei der Tour de Ski ein Debakel, Manuela Henkel reiste erschöpft ab.


Hamburg - Beim überlegenen Sieg von Tour-Spitzenreiter Lukas Bauer (Tschechien) vor Jens Arne Svartedal (Norwegen) landeten Skilanglauf-Weltmeister Axel Teichmann und Tour-Titelverteidiger Tobias Angerer mit mehr als zwei Minuten Rückstand nur auf den Plätzen 29 und 37 und büßten im tschechischen Nove Mesto praktisch alle Chancen in der Gesamtwertung ein.

Langläufer Teichmann: Abgeschlagen in Nove Mesto
DPA

Langläufer Teichmann: Abgeschlagen in Nove Mesto

Bester deutscher Läufer war Rene Sommerfeldt auf Rang 17. Er ist als Vierter (2:40 Minuten zurück) auch in der Gesamtwertung bester Starter des Deutschen Skiverbandes. Teichmann belegt vor den letzten drei Etappen Rang zehn, liegt aber bereits mehr als drei Minuten zurück.

Manuela Henkel beendet die Tour de Ski vorzeitig. Nach der fünften Etappe erklärte sie, dass sie die Heimreise antritt. Bereits vor dem 10-Kilometer-Klassikrennen hatte sich die Staffel-Olympiasiegerin von 2002 schlapp gefühlt. Den Wettbewerb beendete sie abgeschlagen auf Rang 45 von 51 Athletinnen. In der Gesamtwertung war sie auf Platz 38 abgerutscht.

Der südkoreanische Profiboxer Choi Yo-Sam ist für hirntot erklärt worden. Der 33 Jahre alte Fliegengewichtler war nach der erfolgreichen Verteidigung des Interkontinentaltitels nach Version der WBO am 25. Dezember in Seoul gegen den Indonesier Heri Amol ins Koma gefallen. Choi ging wenige Sekunden vor Ende des Fights zu Boden, kam allerdings wieder auf die Beine und gewann den Kampf nach Punkten. Nach dem Fight verlor Choi das Bewusstsein. Er hatte Gehirnblutungen erlitten und musste operiert werden.

Die deutsche Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner ist sicher, dass es im Damen-Tennis im Gegensatz zum Herren-Bereich keinen Wettbetrug gibt. "In 15 Jahren auf der Damentour habe ich nicht die kleinste Auffälligkeit diesbezüglich bemerkt. Ich glaube fest, dass dort sowas nicht passiert ist", sagte sie Sport1. Das Herren-Tennis war in den vergangenen Wochen von zahlreichen Skandalen um manipulierte Ergebnisse erschüttert worden. Bislang wurden drei Spieler von der Spielergewerkschaft ATP bis zu neun Monate gesperrt.

goe/sid/dpa



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