Nach Sperre Dopingsünderin Pylewa tritt zurück

Sie sorgte bislang für den größten Skandal bei den XX. Winterspielen und wurde wegen Dopings für zwei Jahre gesperrt. Ein Comeback wird es für die russische Biathletin Olga Pylewa allerdings nicht geben.


San Sicario - "Ich komme nicht zurück", sagte Pylewa der russischen Zeitung "Sowjetski Sport". Die 30-Jährige war gestern von der Internationalen Biathlon-Union Ibu mit einer Sperre von zwei Jahren bis zum 12. Februar 2008 belegt worden. Pylewa hatte die Einnahme von Tabletten der Marke Phenotropil gestanden, die offenbar das verbotene Stimulanzmittel Carphedon enthielten. Die Biathletin hatte das Präparat von ihrer Privatärztin wegen einer Fußverletzung erhalten.

Genervte Pylewa: "Komme nicht zurück"
AP

Genervte Pylewa: "Komme nicht zurück"


Pylewa, die sich bereits auf dem Heimflug nach Kransnojarsk in Sibirien befindet, begründete ihren Rücktritt mit familiären Gründen. Sie wolle sich, so sagte Pylewa, ab sofort intensiver um die Tochter kümmern. "Von ihren neun Lebensjahren habe ich sie bisher maximal drei gesehen", sagte Pylewa, die mit Biathlon-Olympiasieger Waleri Medwedzew verheiratet ist und auch von ihm trainiert wird.

Pylewa war nach dem Rennen über 15 Kilometer am vergangenen Montag des Dopings überführt worden, A- und B-Probe waren positiv. Es war der erste Dopingfall bei den diesjährigen Winterspielen. Ihre gewonnene Silbermedaille wurde Pylewa abgenommen, dafür rückte die Deutsche Martina Glagow von Platz drei auf zwei. Bronze erhielt nachträglich Pylewas Landsfrau Albina Achatowa.

ach/sid



© SPIEGEL ONLINE 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.