Nord. Kombination Kircheisen verteidigt Weltcup-Führung


Harrachov - Erschöpft verabschiedete sich Björn Kircheisen als Nummer eins der Welt in die Weihnachtsferien. Eine Woche nach seinem Sieg-Hattrick verteidigte der 19-Jährige in Harrachov mit den Plätzen drei und fünf die Spitzenposition im Gesamtweltcup der Kombinierer erfolgreich.

Teamkollege Ronny Ackermann verlängerte als Dritter beim zweiten Wettbewerb des Wochenendes die deutsche Podestserie seit Saisonbeginn. Nicht zu stoppen war auf den extrem schweren Strecken im Riesengebirge allerdings der Finnen-Express: Hannu Manninen und Samppa Lajunen dominierten mit je einmal Gold und Silber.

"Ich bin wahnsinnig stolz, dass ich mit dem Spitzentrikot Weihnachten feiern kann. Wenn ein fünfter Platz das schlechteste Resultat seit Saisonbeginn ist, kann ich auf jeden Fall zufrieden sein", freute sich Kircheisen, bevor er mit seinen Eltern ins heimische Johanngeorgenstadt zurückkehrte: "Jetzt habe ich zwei Wochen Pause, bei den Deutschland-Weltcups greife ich wieder an." Im Sprint fehlte Kircheisen etwas die Kraft, mit 30,6 Sekunden Rückstand auf Sieger Manninen kam er erstmals nicht auf einem Podestplatz ins Ziel.

Energieleistung am Samstag


Am Vortag war er trotz Krämpfen nach einer Energieleistung noch als Dritter mit 46,8 Sekunden Rückstand auf Lajunen angekommen und stellte danach sichtlich überrascht fest: "Ich wusste gar nicht, was ich alles leisten kann." Im Gesamtweltcup nimmt er mit 465 Punkten einen komfortablen Vorsprung auf Manninen (396) und Ackermann (355) mit in die lange Pause bis zum Heim-Weltcup zu Silvester in Oberhof. Seit Saisonstart hat er zudem stattliche 85.000 Euro verdient.

Den starken deutschen Auftritt rundeten Sebastian Haseney (Zella-Mehlis/9. im Sprint), Georg Hettich (Rohrhardsberg/11. im Sprint), Jens Gaiser (Mitteltal-Obertal/12. im Sprint) und Thorsten Schmitt (Furtwangen/13. im Einzel) ab.

Baake auf Rang 19


Weltmeister Marko Baacke (Ruhla) schaffte mit Rang 19 das beste Resultat seit dem Comeback nach dem schweren Sturz und damit den Klassenerhalt im A-Weltcup: "Es geht von Wettkampf zu Wettkampf aufwärts." Im vergangenen Jahr stürzte Baake beim Training in Kuusamo so schwer, dass ihn anschließend eine Niere und die Milz entfernt werden musste.



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