Staffelsieg deutscher Kombinierer Die Konkurrenz schummelt - und fliegt auf

Der einzige Staffelwettbewerb der Nordischen Kombination in dieser Weltcup-Saison hatte es in sich. Zwei Teams wurden in Kuusamo für irreguläre Anzüge bestraft.
Eric Frenzel, Johannes Rydzek, Vinzenz Geiger und Fabian Rießle (v.l.n.r.)

Eric Frenzel, Johannes Rydzek, Vinzenz Geiger und Fabian Rießle (v.l.n.r.)

Foto: MARKKU ULANDER/ AFP

Die deutschen Kombinierer haben einen Start nach Maß in den WM-Winter gefeiert. Das Olympiasieger-Quartett um Johannes Rydzek und Eric Frenzel gewann beim Auftakt in Kuusamo den einzigen Staffel-Wettbewerb der Weltcup-Saison - allerdings dank gnädiger Mithilfe der schärfsten Kontrahenten Norwegen und Österreich.

Nach dem Springen hatte das DSV-Team nur auf Rang vier gelegen - zwischen den führenden Japanern und Deutschland waren noch aussichtsreich die Österreicher (drei Sekunden Rückstand) um den Einzelsieger vom Vortag Mario Seidl sowie die Norweger (24 Sekunden zurück) platziert.

Die Materialkontrolle entscheidet

Bei der Materialkontrolle erwischte es allerdings Österreichs Lukas Greiderer und Jarl Magnus Riiber, den besten norwegischen Springer. Ihre Resultate wurden gestrichen, da beide nicht regelkonforme Anzüge benutzten. Somit ging das DSV-Team von Rang zwei in den abschließenden Langlauf über 4x5 km. Österreich und Norwegen, das letztlich noch Platz drei rettete, fielen aussichtslos zurück.

Das deutsche Quartett musste in der Loipe 1:05 Minuten auf die Japaner wettmachen. Bereits der zweite Starter Fabian Rießle übernahm die Führung - nach 20 Kilometern hatte Schlussläufer Vinzenz Geiger schließlich 1:04,8 Minuten Vorsprung auf die Japaner.

"Die Taktik war, von Anfang an Druck zu machen. Es ist ein richtig schönes Rennen gewesen", sagte Rekordweltmeister Rydzek im ZDF. 24 Stunden nach seinem dritten Platz im Einzelwettbewerb hatte er als vorletzter Läufer den entscheidenden Vorsprung zum ersten deutschen Staffelsieg im Weltcup seit zwei Jahren herausgelaufen.

mfu/sid
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