Nordische Kombination Nach schwachem Sprung – Geiger sprintet von Platz 18 auf drei

Die ersten drei Saisonrennen verpatzte Vinzenz Geiger, in Lillehammer zeigte der Olympiasieger sein Können. Nach einem missratenen Sprung holte er in der Loipe auf. Bei den Frauen überzeugte die 16-jährige Nathalie Armbruster.
Vinzenz Geiger holte seinen ersten Podestplatz des Winters

Vinzenz Geiger holte seinen ersten Podestplatz des Winters

Foto: Tom Weller / picture alliance / dpa

Mit einem starken Skilanglaufrennen hat sich Vinzenz Geiger seinen ersten Podestplatz der Weltcupsaison in der Nordischen Kombination geholt. Der 25-Jährige aus Oberstdorf musste sich am Samstag in Lillehammer nur dem norwegischen Sieger Jens Lurås Oftebro und dessen Landsmann Jarl Magnus Riiber geschlagen geben. »Das war ein hartes Stück Arbeit. Jetzt bin ich umso glücklicher, dass es geklappt hat. Ich wollte einfach Vollgas geben und habe erst spät gemerkt, dass es zum Podium reichen kann«, sagte der 25 Jahre alte Oberstdorfer in der ARD.

Geiger war nach einem Sprung auf 92,5 Meter als 18. mit einem Rückstand von 1:18 Minuten auf einen Podestplatz ins Langlaufrennen über zehn Kilometer gegangen. In der Loipe überzeugte er dann aber und setzte sich in einem großen Verfolgerfeld im Kampf um Rang drei durch. Eine ähnliche Aufholjagd legte Geiger schon im Februar hin, als er sich den Olympiasieg sicherte.

Geiger lag nach einem Sprung von der Normalschanze und zehn Kilometern in der Loipe 39,2 Sekunden hinter Oftebro. Mit Platz zwei machte dessen Landsmann Riiber einen Heim-Doppelsieg perfekt und nahm Julian Schmid das Gelbe Trikot des Weltcup-Gesamtführenden ab.

Beim Auftakt-Triple im finnischen Ruka war Geiger mit den Plätzen 19, 9 und 43 nach jeweils schlechten Sprungleistungen hinter den Erwartungen zurückgeblieben. »Im Springen läuft es noch nicht ganz so entspannt, aber auch da sehe ich mich auf einem guten Weg«, sagte Geiger.

Nathalie Armbruster im Zielsprint geschlagen

Schmid überzeugte als Siebter erneut, vor ihm landete noch Manuel Faißt (Baiersbronn) als Fünfter. »Alle Saisonrennen waren bislang gut, das gibt Selbstvertrauen«, sagte Schmid. Für die deutschen Routiniers lief es durchwachsen: Johannes Rydzek kam auf Platz 18, Fabian Rießle wurde 19., Rekordweltmeister Eric Frenzel landete auf Platz 24.

Bei den Frauen hatte zuvor die deutsche Meisterin Nathalie Armbruster ihre zweite Podestplatzierung hauchdünn verpasst. Einen Tag nach ihrem dritten Rang wurde die 16 Jahre alte Schwarzwälderin Vierte, erst die Zielfoto-Auswertung sah Armbruster hinter der zeitgleichen Österreicherin Lisa Hirner.

In Topform ist die deutsche Meisterin Nathalie Armbruster, hier bei ihrem Zieleinlauf am Freitag

In Topform ist die deutsche Meisterin Nathalie Armbruster, hier bei ihrem Zieleinlauf am Freitag

Foto:

Millo Moravski/Agence Zoom / Getty Images

Der Sieg ging wie am Vortag an die norwegische Gesamtweltcupsiegerin Gyda Westvold Hansen.

kjo/dpa/sid
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