Nordische Kombination Riibers Rücken beschert Geiger ersten Saisonsieg

Weil der Rücken von Star-Kombinierer Riiber streikte, hat Vinzenz Geiger seinen ersten Saisonsieg geholt. Teamkollege Rydzek lief von Platz 19 noch aufs Podest – und bereitet dem Bundestrainer Kopfzerbrechen.
Vinzenz Geiger auf dem Weg zum Sieg in Val di Fiemme

Vinzenz Geiger auf dem Weg zum Sieg in Val di Fiemme

Foto: ANDREA SOLERO / EPA

Vinzenz Geiger jubelte schon weit vor dem Ziel, hinter ihm riss auch Johannes Rydzek die Arme in die Höhe – die deutschen Kombinierer haben einen Monat vor Beginn der Olympischen Spiele gleich zwei Spitzenergebnisse geholt. Während Geiger im italienischen Val di Fiemme das Fehlen von Jarl Magnus Riiber zu seinem ersten Saisonsieg nutzte, meldete sich Rydzek als Dritter in der Weltspitze zurück.

Topstar Riiber, der sieben der ersten acht Wettkämpfe des Winters gewonnen hatte, war mit Rückenproblemen nicht am Start.

Johannes Lamparter, Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek (vl.n.r.)

Johannes Lamparter, Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek (vl.n.r.)

Foto: Andrea Solero / imago images/ZUMA Wire

Geiger hatte am Vortag noch Platz zwei hinter Weltmeister Johannes Lamparter belegt, am Sonntag bezwang er den Österreicher mit einer Energieleistung. »Ich habe mich auf einmal richtig gut gefühlt und einfach Vollgas gegeben«, sagte der Team-Olympiasieger nach dem Rennen.

Gut einen Kilometer vor dem Ziel setzte sich Geiger mit einem furiosen Antritt von einer 15-köpfigen Spitzengruppe ab, niemand konnte folgen. Auf den letzten Metern durfte Geiger daher schon feiern, am Ende lag er fünf Sekunden vor Lamparter und holte den achten Weltcupsieg seiner Karriere – drei davon verbuchte er im Fleimstal, wo 2026 auch die Olympischen Spiele zu Gast sind.

Bundestrainer Weinbuch muss nachdenken

Sein Oberstdorfer Klubkollege Rydzek lief nach einem mäßigen Sprung sogar von Rang 19 noch auf das Podest – dort hatte der sechsmalige Weltmeister im Weltcup zuletzt im Februar 2019 gestanden. »Es ist wunderbar, zurück auf dem Treppchen zu sein. Ich hatte einen schwierigen Saisonstart«, sagte Rydzek, der sich für einen Platz im deutschen Team für Peking (4. bis 20. Februar) bewarb. Bundestrainer Hermann Weinbuch wollte nach dem Wettkampf drei seiner fünf Peking-Starter benennen.

Geiger, Eric Frenzel und Terence Weber haben die Norm bereits erfüllt, auch Julian Schmid hat gute Karten. Dahinter wird es eng. »Jetzt kommt nochmal Bewegung rein, vor allem mit Rydzek. Auch Fabian Rießle hat ein bisschen aufhorchen lassen. Da muss ich noch zwei Wochen ins Feld ziehen lassen«, sagte Weinbuch.

mfu/sid
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