Nordische Ski-WM Doppelsieg durch Ackermann und Kircheisen

Nach einem verkorksten Auftakt hatten die DSV-Athleten am zweiten Tag der WM in Oberstdorf Grund zum Jubeln. In der Nordischen Kombination holten Ronny Ackermann und Björn Kircheisen Gold und Silber. Überschattet wurde der Wettbewerb allerdings durch umstrittene Disqualifikationen durch die Jury.


Weltmeister Ackermann: "Fulminates Rennen"
DDP

Weltmeister Ackermann: "Fulminates Rennen"

Oberstdorf - Ackermann hat in Oberstdorf seinen WM-Titel im Einzelwettbewerb verteidigt und mit Björn Kircheisen für einen deutschen Doppelerfolg gesorgt. Der Olympiazweite vom WSV Dermbach kam nach dem Springen und dem 15-Kilometer-Langlauf mit 1,4 Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen aus Johanngeorgenstadt ins Ziel. Bronze sicherte der Österreicher Felix Gottwald mit 3,2 Sekunden Abstand. Topfavorit Hannu Manninen aus Finnland lief vom 30. auf den neunten Rang vor.

Ackermann hatte nach der ersten Teildisziplin unter chaotischen Umständen auf Platz zehn gelegen. Sein Rückstand auf den russischen Sprunglaufsieger Sergej Maslennikow betrug 1:28 Minuten.

"Das war der verrückteste Tag in meinem Leben", sagte Ackermann nach dem Triumph, "nach dem Springen war ich so weit hinten, und dann so ein fulminantes Rennen. Nach den ganzen Problemen im Vorfeld nun so ein Erfolg. Einen Ackermann muss man halt immer auf der Rechnung haben." Auch Kircheisen jubelte: "Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Beim letzten Anstieg wusste ich, dass ich eine Medaille gewinnen kann. Ich freue mich tierisch."

Streit um Sprunganzüge

Medaillengewinner Kircheisen, Ackermann: "Verrückteste Tag meines Lebens"
REUTERS

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Überschattet wurde der WM-Auftaktwettbewerb der Kombinierer von der Disqualifikation des Deutschen Tino Edelmann wegen eines zwei Zentimeter zu weiten Sprunganzugs. Insgesamt wurden sechs Kombinierer wegen Regelverstößen ausgeschlossen, das deutsche Team erhob schwere Vorwürfe gegen die Jury. Für weitere Aufregung sorgte der Abbruch des zweiten Durchgangs wegen zu starken Windes. Beim Neustart fehlten die bereits ins Langlauflager abgereisten Ukrainer und Weißrussen.



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