Nordische Ski-WM Northug holt dritten Titel

Dritter Triumph in Oslo: Langläufer Petter Northug aus Norwegen hat zum Abschluss der Nordischen Ski-WM auch das Rennen über 50 Kilometer gewonnen. Tobias Angerer verpasste die erhoffte Medaille.
Ski-Langläufer Northug: Dritter Titel in Norwegen

Ski-Langläufer Northug: Dritter Titel in Norwegen

Foto: ODD ANDERSEN/ AFP

Hamburg - Am letzten Wettkampftag gewann Titelverteidiger Northug aus Norwegen den Massenstart über 50 Kilometer mit einer Zeit von 2:08:09 Stunden. Der Russe Maxim Wylegschanin (1,7 Sekunden Rückstand) und Tord Asle Gjerdalen (+ 6,3) aus Norwegen gewannen vor rund 150.000 Zuschauern Silber und Bronze. Tobias Angerer (+ 8,2) wurde Sechster und verpasste somit als bester Deutscher die erhoffte Medaille.

"Ziel war ganz klar eine Medaille. Deshalb bin ich sehr enttäuscht. Ich bin zweimal gestürzt und das konnte ich am Ende nicht mehr kompensieren", sagte Angerer, der erst nach der Hälfte des Rennens in der Spitzengruppe auftauchte.

Northug hatte bereits in der Verfolgung sowie in der Staffel Gold gewonnen. Das Rennen über 50 Kilometer hatte er schon bei der WM 2009 und bei den Olympischen Spielen 2010 für sich entschieden.

Gastgeber Norwegen feierte bei der Heim-WM insgesamt 20 Medaillen, davon acht goldene. Der Deutsche Ski-Verband erreichte lediglich acht Medaillen. Dabei verhinderten die Kombinierer mit sechs Medaillen ein enttäuschendes Ergebnis. Eric Frenzel holte in der Nordischen Kombination die einzige Goldmedaille.

Überrascht wurden die Gastgeber vom Zuschaueransturm in Oslo. Die 21 Wettbewerbe am Holmenkollen verfolgten 575.000 Zuschauer. "Wir sind beeindruckt von der großen Begeisterung. Zukünftige Ausrichter werden es schwer haben", sagte Gian Franco Kasper, Präsident des Internationalen Ski-Verbands (FIS).

Rekordmarken meldeten auch die Fernsehanstalten. So hatten die WM-Übertragungen in Norwegen einen Marktanteil von bis zu 90 Prozent. Im Nachbarland Schweden verfolgten bis zu 70 Prozent der Einwohner die Veranstaltungen. In Österreich schalteten bis zu 50 Prozent ein.

klu/dpa/sid
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