Nordische Ski-WM Silber für Deutschland nach Sprintdrama

Das Langlauf-Debakel der letzten Woche scheint endgültig vergessen zu sein: Die deutsche Herren-Staffel musste sich bei der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf nur Norwegen geschlagen geben. Lange Zeit lief das Quartett einem Medaillenrang hinterher. Erst im Sprint setzte sich Axel Teichmann gegen den russischen Schlussläufer durch.

Oberstdorf - "Es gibt doch noch Gerechtigkeit auf der Welt. Wir sind wahnsinnig glücklich, dass es heute geklappt hat", freute sich Teichmann direkt nach dem Rennen in einem ZDF-Interview über die Silbermedaille.

Lange Zeit hatte es nicht so ausgesehen, dass das deutsche Quartett (Jens Filbrich, Andreas Schlütter, Tobias Angerer, Axel Teichmann) in der 4x10-Kilometer-Staffel noch eine Medaille holen würde. Im Windschatten der Österreicher und Italiener versuchten die deutschen Langläufer vergeblich auf einen Medaillenrang zu kommen. Erst Teichmann gelang eine erfolgreiche Attacke gegen seinen Vordermann und fuhr somit die Silbermedaille nach Hause.

Das norwegische Quartett (Odd-Björn Hjelmeset, Frode Estil, Lars Berger, Tore Ruud Hofstad) gewann souverän mit 17 Sekunden Vorsprung vor den Deutschen. Bronze ging an Russland (Nikolai Pankratow, Wassili Rotschew, Jewgeni Dementiew, Nikolai Boltschakow).

Für das deutsche WM-Team ist es nach dem gestrigen zweiten Platz in der Kombinations-Staffel, Silber im Mannschaftsspringen von der kleinen Schanze und dem Doppelsieg in der Kombination durch Ronny Ackermann und Björn Kircheisen die fünfte Medaille bei der WM in Oberstdorf.

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