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27. Februar 2019, 22:25 Uhr

Nach Dopingrazzia

Österreich zieht Langlaufstaffel zurück

Nach den Festnahmen zweier österreichischer Langläufer wegen Dopingsverdachts steht das Gastgeberland bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld ohne Staffel da. Der Verbandsboss kündigt zudem personelle Konsequenzen an.

Österreich wird in der Männer-Staffel bei der Nordischen Ski-WM in Seefeld am Freitag nicht vertreten sein. Der gastgebende Skiverband verzichtet nach den Festnahmen von zwei seiner Athleten wegen Blutdopingverdachts am Mittwoch auf eine Teilnahme.

Der ÖSV verfügt in Seefeld nur noch über drei erfahrene Langläufer sowie zwei in der Staffel wohl überforderte Nachwuchsathleten. In der Frauen-Staffel am Donnerstag ist der mit nur zwei Athletinnen nach Seefeld gekommene Verband ebenfalls nicht am Start.

Der Präsident des Österreichischen Skiverbands, Peter Schröcksnadel, hat zudem erste personelle Konsequenzen aus dem Doping-Eklat gezogen. Markus Gandler werde seinen Posten als Sportlicher Leiter für Langlauf und Biathlon nur noch bis zum Ende des Winters ausüben, sagte Schröcksnadel in einem ORF-Interview am Abend. Gandler treffe persönlich zwar keine Schuld am neuerlichen Dopingskandal, es werde aber dennoch Konsequenzen geben, sagte der Funktionär.

Schröcksnadel stellte nach einem Tag mit Doping-Razzien und sieben verhafteten Personen in Seefeld, darunter zwei Langläufer aus Österreich, auch den gesamten Spitzensportbereich der Langläufer infrage. Die Festnahmen des Bundeskriminalamts haben "relativ zeitgleich" stattgefunden, hieß es. Kurz darauf folgten Vernehmungen. Innerhalb von 48 Stunden müsse nun entschieden werden, ob die Athleten in Haft bleiben können.

Wie das Bundeskriminalamt am Nachmittag zudem mitgeteilt hatte, wurden in Erfurt ein deutscher Sportmediziner und ein mutmaßlicher Komplize festgenommen. In der Praxis des Arztes seien Blutbeutel sichergestellt worden.

aha/sid/dpa

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