Biathlon-Weltcup Keine Dahlmeier, kein Podest

Ohne die Galionsfigur fehlt dem deutschen Frauen-Biathlon die Topathletin. Ohne Laura Dahlmeier war der DSV im Massenstart chancenlos. Bei den Männern beherrscht ein Norweger die Szene.

Massenstart in Nove Mesto
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Massenstart in Nove Mesto


Ohne Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier fehlen den deutschen Biathletinnen die Topresultate. In Abwesenheit der Nummer eins, die sich nach ihrem starken Comeback schonte, gelang zum Abschluss des Weltcups in Nove Mesto erneut keiner DSV-Athletin der Sprung auf das Podest. Im Massenstart über 12,5 km lief Franziska Preuß nach drei Strafrunden auf den siebten Platz.

Dahlmeier hatte in Nove Mesto ihr Comeback gefeiert und prompt die Plätze zwei und fünf belegt. Weil sie sich aber "ein bisschen müde" fühlte, verzichtete sie am Sonntag auf den Wettkampf der 30 besten Athletinnen der Gesamtweltcup-Wertung.

Olympiasiegerin Anastasiya Kuzmina (Slowakei) feierte trotz zweier Strafrunden ihren ersten Saisonsieg vor Landsfrau Paulina Fialkova (2/+12,2 Sekunden) und Anais Chevalier (3/+13,3) aus Frankreich. Vanessa Hinz (Schliersee/11.) und Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld/16.) verpassten den Sprung unter die Top Ten.

Bö fegt über die Loipe

Bei den Männern hat Johannes Thingnes Bö nach Sprint und Verfolgung auch den Massenstart gewonnen. Der dreimalige Weltmeister setzte sich über die 15 Kilometer in überlegener Manier vor dem Franzosen Quentin Fillon Maillet und dem Russen Jewgeni Garanitschew durch. Der 25-jährige Norweger blieb vor 22 000 Zuschauern ohne einen einzigen Fehlschuss und hatte am Ende einen Vorsprung von 46,5 Sekunden. Für den Weltcup-Spitzenreiter war es der sechste Saisonsieg im achten Rennen.

Bester Deutscher war Olympiasieger Arnd Peiffer als Vierter mit einem Rückstand von 5,3 Sekunden auf das Podium.

Die Skijäger dürfen nun ein wenig entspannen, die World Team Challenge am 29. Dezember auf Schalke ist eher eine Spaßveranstaltung. Ernst wird es erst wieder im kommenden Jahr, das traditionell mit den zwei Heimweltcups in Oberhof (10. Januar) und Ruhpolding (16. Januar) eröffnet wird.

aha/sid/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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Nonvaio01 23.12.2018
1. ich denke ein eneue generation ist im hintergrund
all die neben Laura auf der Piste sind sind noch alle recht jung bzw haben kaum erfahrungen. Das wird schon wieder, bei den Maennern sehe ich allerdings schwarz, da sehe ich nichts nachkommen....
murun 23.12.2018
2. Ich mag Dahlmeier als Person und Sportlerin wirklich...
Sie ist grundsympathisch, unbekümmert und eine herausragende Biathletin - wenn sie gesund ist. Was aber immer seltener vorkommt (ihren sonstigen sportlichen Hobbys geschuldet, keine Ahnung?)... Es macht sie sympathisch, nicht alles dem sportlichen Biathlonerfolg unterzuordnen, aber genau das machen viele andere, die mit weniger Talent gesegnet in Sachen Kontinuität auf dem Papier erfolgreicher sind... @Nonvaio01: Preuß, Hildebrand und Hinz sind mitnichten recht jung bzw. haben kaum Erfahrungen. Es muss Vieles zusammenlaufen, wenn sie mal ganz oben stehen...
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