Autounfall bei Sotschi-Anreise Verdacht auf Schleudertrauma bei Ski-Star Neureuther

Schock für Deutschlands Olympia-Hoffnung: Felix Neureuther hat bei der Anreise zu den Winterspielen in Sotschi einen Autounfall gehabt. Er wird von Bayern-Arzt Müller-Wohlfahrt auf ein mögliches Schleudertrauma untersucht. "Uns ist Gott sei Dank nichts Schlimmes passiert", sagt Beifahrerin Miriam Gössner.
Autounfall bei Sotschi-Anreise: Verdacht auf Schleudertrauma bei Ski-Star Neureuther

Autounfall bei Sotschi-Anreise: Verdacht auf Schleudertrauma bei Ski-Star Neureuther

Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ dpa

Hamburg - Felix Neureuther hat auf der Anreise zu den Olympischen Winterspielen einen Autounfall gehabt. Wie ein Sprecher des Deutschen Skiverbandes am Freitag mitteilte, wird der Skirennfahrer in München auf ein mögliches Schleudertrauma untersucht. Den Flieger nach Sotschi bestieg der 29-Jährige daher nicht, sein erster Olympia-Start ist eigentlich für den 19. Februar im Riesenslalom geplant.

Laut Neureuthers Vater Christian sei sein Sohn auf dem Weg zum Münchner Flughafen auf der Autobahn 95 bei der Ausfahrt Starnberg ins Schleudern geraten. "Da war Blitzeis, dann ist er in die Leitplanken. Er hat aber selber weiterfahren können", sagte Christian Neureuther.

"Uns ist Gott sei Dank nichts Schlimmes passiert", sagte Neureuthers Freundin Miriam Gössner, die mit im Auto saß, der Münchner Tageszeitung "tz". Die Biathletin hatte verletzt auf die Olympia-Teilnahme verzichten müssen. "Das Glatteis kam aus dem Nichts", sagte sie: "Das war nicht vorherzusehen. Zum Glück war es noch so früh und keine weiteren Autos waren unterwegs."

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Gössner rief nach "tz"-Angaben die Polizei in Garmisch-Partenkirchen an, um den Unfall zu melden. Dass sein Sohn auf dem Weg zum Olympia-Flieger nicht auf die Polizei habe warten können, sei verständlich, betonte Christian Neureuther. Kein anderes Fahrzeug sei in den Unfall verwickelt und auch die Polizei informiert gewesen. "Es geht hier nicht um Fahrerflucht, wichtig ist doch nur, dass er gesund ist und kein anderer beteiligt war."

"Er glaubt, dass er heute nach Sotschi fliegen kann"

Die Untersuchung bei seinem Vertrauensarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt soll nun Aufschluss darüber geben, ob sich Neureuther womöglich ein Schleudertrauma zugezogen hat. Ausgehend von dieser Untersuchung wird entschieden werden, wann Neureuther zu den Olympischen Spielen anreist.

"Er glaubt, dass er heute Nachmittag nach Sotschi fliegen kann", sagte sein Vater Christian Neureuther. "Er ist jetzt bei Müller-Wohlfahrt, geröntgt ist er schon, dann kommt eine Kernspintomographie. Jetzt müssen wir abwarten."

Neben Maria Höfl-Riesch, die Gold in der Super-Kombination gewann, ist Neureuther die größte Medaillenhoffnung der deutschen Alpinen bei den Wettbewerben in Krasnaja Poljana. Neben seinem Start im Riesenslalom geht er auch im Slalom zum Abschluss der alpinen Wettbewerbe am 22. Februar an den Start (17.15 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

bka/sid/dpa
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