Bronze im Biathlon Dahlmeier verpasst drittes Gold in Pyeongchang

Nach zweimal Gold reichte es für Top-Favoritin Laura Dahlmeier über 15 Kilometer zu Bronze. Den Sieg sicherte sich die Schwedin Hanna Öberg.
Laura Dahlmeier

Laura Dahlmeier

Foto: ODD ANDERSEN/ AFP

Biathletin Laura Dahlmeier hat bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang im dritten Rennen ihre dritte Medaille gewonnen. Im Einzel über 15 Kilometer holte die siebenmalige Weltmeisterin Bronze. Gold sicherte sich die Schwedin Hanna Öberg, Silber ging an Anastasiya Kuzmina aus der Slowakei.

"Ich bin wirklich überglücklich, dass es wieder zu einer Medaille gereicht hat. Der Wahnsinn", sagte Dahlmeier. "Sie hat Bronze gewonnen und nicht Gold verloren. Das ist phänomenal", sagte Bundestrainer Gerald Hönig in der ARD.

Dahlmeier verpasste damit nach Gold im Sprint und in der Verfolgung den dritten Triumph bei diesen Spielen. Das lag auch an einem Schießfehler direkt beim ersten Durchgang. So fehlten der 24-Jährigen 41,2 Sekunden auf die fehlerfreie Überraschungssiegerin Öberg.

Vierte wurde Franziska Preuß, der ohne Strafminute 18,5 Sekunden zu Rang drei fehlten. Die 23 Jahre alte ehemalige Staffel-Weltmeisterin hatte sich nach vielen Erkrankungen und Verletzungen erst spät für die Winterspiele qualifiziert und hätte ihren ersten Einsatz in Pyeongchang fast mit einer Medaille gekrönt. "Nach dieser holprigen, sehr schwierigen Saison war ich dankbar, dass ich überhaupt einen Start gekriegt habe. Ich bin jetzt auf alle Fälle mit dem vierten Platz zufrieden", sagte Preuß". "Sie hat sich in der Weltspitze zurückgemeldet", sagte Hönig.

Dahlmeier hat noch drei weitere Chancen auf Medaillen. Eine dritte Goldmedaille wäre ein historischer Erfolg: Dreimal Gold bei einem Olympia-Event waren zuvor nur Michael Greis 2006 in Turin und der Weißrussin Darja Domracheva vor vier Jahren in Sotschi gelungen. Nur Norwegens Legende Ole Einar Björndalen ist noch besser. 2002 in Salt Lake City gewann er in den damals nur drei Einzelrennen und der Staffel Gold.

Als einzige der Favoritinnen hatte Dahlmeier zuvor die letzte Startgruppe gewählt und ging erst mit Nummer 80 ins Rennen. Sie und die Techniker hatten auf schneller werdende Bedingungen auf der Strecke spekuliert. Zudem wusste sie so, was die Konkurrenz abgeliefert hatte und konnte reagieren. Konkurrentinnen wie Domracheva (4 Fehler) waren da längst im Ziel. Franziska Hildebrand (1/+2:31,4 Minuten) wurde Neunte, Maren Hammerschmidt (3/+3;20,8) landete auf Rang 17.

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mon/dpa/sid
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