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21. März 2014, 17:24 Uhr

Eiskunstlauf in Sotschi

Südkorea legt Protest gegen russisches Olympiagold ein

Das Olympische Komitee Südkoreas und der Nationale Eislaufverband protestieren erneut gegen die Goldmedaille der Russin Adelina Sotnikowa. Die Eiskunstläuferin hatte in Sotschi nach einer umstrittenen Jury-Entscheidung die Einzelwertung gewonnen, Kim Yu Na wurde Zweite.

Hamburg - Die umstritten Entscheidung im olympischen Eiskunstlauf-Wettbewerb der Damen in Sotschi zugunsten der Russin Adelina Sotnikowa hat ein Nachspiel. Das Nationale Olympische Komitee Südkoreas und die Koreanische Eislauf-Union haben beschlossen, beim Disziplinarausschuss der Internationalen Eislauf-Union (Isu) gegen die Wertung vom 20. Februar offiziell Einspruch einzulegen.

Beide Verbände verlangen zudem, dass die Zusammensetzung der Jury in Sotschi untersucht wird. Sie sind der Überzeugung, dass die Olympiasiegerin von Vancouver, Kim Yu Na, vom Preisgericht in Sotschi benachteiligt worden sei. Die 23-jährige Südkoreanerin wurde Zweite.

Schon kurz nach der Entscheidung hatte Südkorea protestiert. Die Wertung sei jedoch unantastbar, hatte damals der Isu-Eventmanager Peter Krick erklärt. Der Unmut der Koreaner richtet sich besonders gegen die Bewertung der künstlerischen Komponenten. Die 17-jährige Sotnikowa hatte ungewöhnlich hohe Noten erhalten. Kim hat ihre Karriere mittlerweile beendet.

psk/sid

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