Olympische Spiele Südkorea weist nordkoreanischen Vorschlag zurück

Die Idee einer Kooperation von Nord- und Südkorea bei der Austragung der Olympischen Winterspiele 2018 wird wohl nicht weiter verfolgt. Die südkoreanische Regierung hat dem Vorhaben eine Absage erteilt. Außerdem: Madrid bewirbt sich um die Olympischen Spiele 2020.

Mann vor Pyeongchang-Flaggen: "Nicht um gemeinsame Winterspiele beworben"
AFP

Mann vor Pyeongchang-Flaggen: "Nicht um gemeinsame Winterspiele beworben"


Hamburg - Nordkorea möchte die Olympischen Winterspiele 2018 zusammen mit dem verfeindeten Nachbarn Südkorea ausrichten. Doch Südkorea hat daran kein Interessse. "Wir haben uns nicht um gemeinsame Winterspiele mit Nordkorea beworben", sagte Sohn Jie-ae, eine Sprecherin des südkoreanischen Präsidenten, am Mittwoch. Vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) gibt es noch keine Reaktion.

Das nordkoreanische Mitglied des IOC, Chang Ung, habe die Hoffnung geäußerst, dass die Spiele von Pyeongchang von beiden Länder gemeinsam veranstaltet würden, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

Chang sagte weiter, dass militärische und politische Spannungen zwischen Nord- und Südkorea in den kommenden Jahren abgebaut werden müssten, da sonst die Olympischen Spiele negativ beeinflusst werden könnten. Im vergangenen November starben auf der südkoreanischen Insel Yeonpyeong drei Menschen nach nordkoreanischem Artilleriebeschuss.

Pyeongchang hatte am vergangenen Mittwoch den Zuschlag für die Ausrichtung bekommen und dabei unter anderem München ausgestochen. Die Stadt liegt im Nordosten Südkoreas, nahe der entmilitarisierten Zone, die beide Länder trennt.

Der Oppositionsführer im südkoreanischen Parlament hatte Anfang der Woche gesagt, er könne sich vorstellen, dass Nordkorea zum Mitgastgeber der Olympischen Winterspiele 2018 werde.

Madrid bewirbt sich um Olympische Spiele 2020

Nach dem Scheitern seiner Olympia-Kandidaturen für 2012 und 2016 wird Madrid bei den Spielen im Jahr 2020 einen neuen Anlauf nehmen. Der Bürgermeister der spanischen Hauptstadt, Alberto Ruiz-Gallardón, gab am Mittwoch bekannt, dass Madrid sich für die Ausrichtung der Spiele im Jahr 2020 bewerben wird. Zuvor hatte nur Rom seine Kandidatur offiziell gemacht. Aber auch Istanbul und Tokio wollen sich bewerben. Zudem gelten Doha und Dubai als Kandidaten für die Sommerspiele 2020.

Die neue Kandidatur soll am 20. Juli vom Madrider Stadtrat und vom Nationalen Olympischen Komitee beschlossen werden. Die Bewerbungen müssen bis zum 1. September beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) eingereicht werden. Die IOC-Vollversammlung entscheidet am 7. September 2013 in Buenos Aires über den Gastgeber der Spiele.

jar/dapd/dpa

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Seite 1
vhe 13.07.2011
1. Erpressung
Zitat von sysopDie Idee einer Kooperation von Nord- und Südkorea bei der Austragung der Olympischen Winterspiele 2018 wird wohl nicht weiter verfolgt. Die südkoreanische Regierung hat dem Vorhaben eine Absage erteilt. http://www.spiegel.de/sport/wintersport/0,1518,774184,00.html
Alles klar.
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