Ankündigung vor Referendum in der Türkei Erdogan plant Bewerbung für Olympia 2026

Die Türkei will sich um die Austragung der Olympischen Winterspiele 2026 bewerben. Das kündigte Präsident Erdogan an. Am Wochenende stimmen die Türken über die Einführung des Präsidialsystems ab.

Recep Tayyip Erdogan
AP

Recep Tayyip Erdogan


Wenn es nach Recep Tayyip Erdogan geht, wird sich die Türkei um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2026 bewerben. Bei einer Rede in Erzurum sagte der türkische Staatspräsident, dass die osttürkischen Provinzen Erzurum, Erzincan und Kars als Austragungsorte in Frage kämen. "Solche Vorbereitungen treffen wir für 2026" sagte er und bezeichnete Erzurum als "Perle des Ostens".

Erdogan warb in Erzurum um Zustimmung für die Verfassungsreform, durch die ihm als Präsidenten weitreichende Befugnisse zugesprochen werden sollen. Am Sonntag (16. April) stimmen die Türken über das Referendum ab. Die Türkei hatte sich schon um die Ausrichtung der Sommerspiele 2020 beworben. Allerdings fiel die Wahl des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) nicht auf Istanbul, sondern auf die japanische Hauptstadt Tokio.

Die Schweiz will die Winterspiele 2026 in Sion ausrichten. Das bestätigte das Sportparlament des Schweizer Olympischen Komitees am Dienstag offiziell. Es ist bereits das vierte Mal in Folge, dass sich der Kanton Wallis für die Winterspiele bewirbt. Die vergangenen drei Versuche blieben erfolglos. Die Schweizer Regierung hat ihre Bereitschaft signalisiert, sich mit Bundesmitteln an der Finanzierung der Spiele zu beteiligen.

Das IOC wird 2019 über die Vergabe entscheiden. Neben der Schweiz und der Türkei sollen auch das österreichische Bundesland Tirol und Schwedens Hauptstadt Stockholm an einer Bewerbung interessiert sein.

mmm/dpa



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