Olympische Winterspiele Lange gewinnt Silber im Viererbob

André Lange hat in der Viererbob-Konkurrenz im Whistler Sliding Centre die Silbermedaille gewonnen. Er musste sich nach vier Läufen nur Weltmeister Steven Holcomb aus den USA geschlagen geben. Auf Platz drei landete der Kanadier Lyndon Rush. Vierter wurde Thomas Florschütz.

Bobpilot Lange und Crew: Silber im Viererbob
AFP

Bobpilot Lange und Crew: Silber im Viererbob


Hamburg - André Lange hat zum Abschluss seiner erfolgreichen Karriere mit Silber im Viererbob seine fünfte Olympiamedaille eingefahren. Sechs Tage nach Gold im kleinen Schlitten landete Lange auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Whistler noch auf Platz zwei hinter dem überlegenen Sieger Steven Holcomb (USA). Bronze ging an den Kanadier Lyndon Rush, der vor dem letzten Lauf noch auf Platz zwei gelegen hatte. Lange schob sich zwar noch an Rush vorbei, verpasste in seinem Abschiedsrennen aber das erhoffte zweite Gold bei den Spielen von Vancouver. Thomas Florschütz belegte Rang vier, Karl Angerer fuhr auf Platz sieben.

"Wir haben uns noch mal zusammengerissen und sind den Berg noch mal runtergefahren", sagte Lange. "Mein Rücktritt ist definitiv. Die Zeit ist gekommen. Ich weiß nicht, wie ich das noch steigern sollte", so Lange weiter.

Der 36-jährige Lange verpasste nach den Olympiasiegen 2002 in Salt Lake City und 2006 in Turin den Hattrick bei Olympischen Spielen. Rekord-Olympiasieger Lange hatte nach seinem Erfolg im kleinen Schlitten vor Florschütz auch im Vierer Gold anvisiert. Doch Holcomb war mit seinem Bob "Night Train" nicht zu gefährden. Er lag nach den vier Läufen 0,38 Sekunden vor Lange und dessen Crew mit Alexander Rödinger, Kevin Kuske und Martin Putze. Zwar zeigte Lange im letzten Rennen seiner 17-jährigen Laufbahn im dritten und vierten Durchgang noch einmal zwei saubere Läufe und sehr gute Starts, doch anscheinend hatte Holcomb das bessere Material im 1450 Meter langen Eiskanal. So reichte es nach vier Olympiasiegen zur ersten Silbermedaille für Lange.

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Vancouver 2010: Alle deutschen Medaillengewinner
Nachdem am Freitag in den ersten beiden Läufen gleich sechs Piloten gestürzt waren und es erneut heftige Kritik an der Eisrinne gab, verliefen die beiden abschließenden Durchgänge ohne Zwischenfälle. Langes zweiter Platz war für den Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) die zehnte Medaille in den acht Entscheidungen in Whistler im Bob, Rodeln und Skeleton. Die BSD-Athleten holten drei Goldmedaillen, viermal Silber und dreimal Bronze. Das sind zwar mehr Medaillen als bei den drei vergangenen Olympischen Spielen, doch in Nagano (1998), Salt Lake City (2002) und Turin (2006) hatte es jeweils vier Olympiasiege gegeben.

Derweil wurde bekannt, dass der ehemalige Weltklassepilot und Doppel-Olympiasieger Christoph Langen möglicherweise neuer Bob-Cheftrainer des deutschen Verbands wird. "Es sind mehrere Kandidaten im Gespräch, Christoph ist einer davon", sagte Thomas Schwab. Der Sportdirektor des Bob- und Schlittenverbands (BSD) für Deutschland kündigte an, dass eine Entscheidung bis April fallen werde. Der BSD sucht einen Nachfolger für Goldschmied Raimund Bethge, der nach 20 Jahren auf diesem Posten in Rente geht.

luk/sid/dpa

insgesamt 381 Beiträge
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Seite 1
MadMad 11.02.2010
1. Doping
nach den Doping Gerüchten (?) der letzten Tage lässt sich laum etwas sagen. Gute Chancen haben die Deutschen, wenn sie nicht erwischt werden ... MadMad von www.diemeinungen.de
Umberto, 11.02.2010
2.
Zitat von MadMadnach den Doping Gerüchten (?) der letzten Tage lässt sich laum etwas sagen. Gute Chancen haben die Deutschen, wenn sie nicht erwischt werden ... MadMad von www.diemeinungen.de
Die Geschichte mit dem Doping wird hier auch diskutiert. (http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=11998) Aber Sie haben natürlich Recht, wenn die Deutschen sich beim Dopen nicht erwischen lassen, wird der Medaillenspiegel wohl einen erfreulichen Anblick bieten.
puter70 11.02.2010
3. Doping wahrscheinlich.
Olympische Höchstleistungen/Siege sind ohne unerlaubte Mittel kaum mehr möglich, deshalb steht jeder Medaillengewinner unter Dopingverdacht. Da es auch um viel Geld und die anschließende Vermarktung der Erfolge geht, haben die Athleten auch kein schlechtes Gewissen, sondern hoffen nur, dass sie nicht erwischt werden.- Übrigens sind die Zeiten vorbei, dass sich nationale Größe über die Anzahl der gewonnenen Medaillen definiert. Deshalb ist es verständlich, dass vielen Mitmenschen das Vancouver-Spektakel mit den zu erwartenden Doping-Siegern ziemlich gleichgültig ist.
krafts 12.02.2010
4.
Zitat von puter70Olympische Höchstleistungen/Siege sind ohne unerlaubte Mittel kaum mehr möglich, deshalb steht jeder Medaillengewinner unter Dopingverdacht. Da es auch um viel Geld und die anschließende Vermarktung der Erfolge geht, haben die Athleten auch kein schlechtes Gewissen, sondern hoffen nur, dass sie nicht erwischt werden.- Übrigens sind die Zeiten vorbei, dass sich nationale Größe über die Anzahl der gewonnenen Medaillen definiert. Deshalb ist es verständlich, dass vielen Mitmenschen das Vancouver-Spektakel mit den zu erwartenden Doping-Siegern ziemlich gleichgültig ist.
Doping wurde schon in gefühlten 1000 Threads diskutiert. Ich will auch nicht drumreden. Klar ist Doping ein Problem und wird es auch immer bleiben. Aber dass man in einem Forum gar nicht mehr die Leistungen der Sportler diskutieren kann, nervt mich. Bis jetzt kein einziger Beitrag hier, in dem nicht das Wort Doping fehlt so nach dem Motto : sind ja eh alle gedopt. Diskutieren Sie doch in den dafür eigens geschaffenen Threads. Nun zum Thema: Sicher wird es für die deutschen Sportler einige Medaillen geben. Dass es so viele werden, wie in Turin glaube ich nicht. Aber meiner Meinung nach wird der Medaillenspiegel eh überbewertet und spiegelt auch nicht exakt die Leistung des ganzen Teams wieder.
MadMad 12.02.2010
5.
Zitat von kraftsDoping wurde schon in gefühlten 1000 Threads diskutiert. Ich will auch nicht drumreden. Klar ist Doping ein Problem und wird es auch immer bleiben. Aber dass man in einem Forum gar nicht mehr die Leistungen der Sportler diskutieren kann, nervt mich. Bis jetzt kein einziger Beitrag hier, in dem nicht das Wort Doping fehlt so nach dem Motto : sind ja eh alle gedopt. Diskutieren Sie doch in den dafür eigens geschaffenen Threads. Nun zum Thema: Sicher wird es für die deutschen Sportler einige Medaillen geben. Dass es so viele werden, wie in Turin glaube ich nicht. Aber meiner Meinung nach wird der Medaillenspiegel eh überbewertet und spiegelt auch nicht exakt die Leistung des ganzen Teams wieder.
Ich glaube auch nicht, dass die Deutschen so stark werden wie in Turin. Allein schon die Biathleten laufen hinter der Form von Turin hinterher und das sind doch bald 50% der Miete. Mal sehen, was die Rodler bringen. Ist eigentlich Cross-Ski oder wie das heisst jetzt offiziel im Programm ? MadMad von www.diemeinungen.de
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