Olympischer Skilanglauf Erstes Gold für Polen, Sachenbacher-Stehle auf Platz vier

Skilangläuferin Evi Sachenbacher-Stehle hat die Bronzemedaille beim Massenstart über 30 Kilometer knapp verpasst. Justyna Kowalczyk gewann das erste Gold für Polen bei den Spielen von Vancouver - und verhinderte im Zielsprint den vierten Olympiasieg der Norwegerin Marit Björgen.

Skilangläuferin Sachenbacher-Stehle: "Es war ein sehr gutes Rennen"
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Skilangläuferin Sachenbacher-Stehle: "Es war ein sehr gutes Rennen"


Hamburg - Justyna Kowalczyk hatte Norwegens Langlauf-Star Marit Björgen gerade das vierte Gold bei den Winterspielen von Vancouver vor der Nase weggeschnappt, da lief Evi Sachenbacher-Stehle nur knapp 14 Sekunden an der Bronzemedaille vorbei. Mit Platz vier im 30 Kilometer-Klassikrennen sorgte die 29-Jährige nach Gold im Teamsprint und Staffel-Silber für das nächste Top-Resultat der deutschen Skilangläuferinnen.

"Evi ist hervorragend gelaufen und hat eine Superleistung gebracht. Es war ganz stark, immer mitzugehen und die Lücken zu schließen. Es gibt nichts auszusetzen", sagte Bundestrainer Jochen Behle. Bronze holte sich die Finnin Aino-Kaisa Saarinen. "Ich bin super zufrieden. Ich hätte nicht gedacht, dass ich heute um eine Medaille mitlaufen kann. Es war ein sehr gutes Rennen", sagte Sachenbacher-Stehle.

Nach den für sie bisher enttäuschend verlaufenen Olympia-Tagen trat Kowalczyk, 27, die Flucht nach vorne an. Die Weltcup-Spitzenreiterin hielt das Tempo hoch und sorgte dafür, dass das Feld frühzeitig auseinanderriss. Doch Björgen ließ ihre große Rivalin nicht aus den Augen. Sachenbacher-Stehle war in der Lage mitzuhalten - und auch mit dabei, als sich gegen Ende der zweiten Fünf-Kilometer-Schleife eine zwölfköpfige Spitzengruppe absetzte.

Nach zehn Kilometern tauschte Sachenbacher-Stehle erstmals die stumpf gewordenen Bretter gegen frische Clister-Ski, verlor aber dadurch zunächst den unmittelbaren Kontakt zu den Führenden. Doch die 29-Jährige arbeitete sich wieder an die weiter von Kowalczyk angeführte Gruppe heran.

Kowalczyk kontert Björgens Angriff

Dann bestimmte Björgen lange Zeit das Rennen. Die 29-Jährige startete acht Kilometer vor dem Ziel die vermeintlich entscheidende Attacke. Doch zum vierten Gold bei den Spielen reichte es nicht, denn Kowalczyk konterte den Angriff.

Auf der Zielgeraden lieferten sich die beiden Top-Stars einen erbitterten Kampf, den die Polin mit 0,3 Sekunden Vorsprung für sich entschied. Mit drei Goldmedaillen sowie je einer silbernen und bronzenen Plakette ist Björgen dennoch erfolgreichste Athletin der Spiele.

Die beiden anderen Läuferinnen des Deutschen Ski-Verbandes konnten nicht in die Entscheidung eingreifen. Steffi Böhler wurde an ihrem 29. Geburtstag mit 3:35 Minuten Rückstand 18., zwei Plätze dahinter landete Katrin Zeller (+3:44). Teamsprint-Olympiasiegerin Claudia Nystad hatte angesichts der schwierigen äußeren Bedingungen mit Dauerregen und Temperaturen um null Grad kurzfristig auf einen Start im letzten Rennen verzichtet.

wit/dpa/sid



insgesamt 381 Beiträge
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Seite 1
MadMad 11.02.2010
1. Doping
nach den Doping Gerüchten (?) der letzten Tage lässt sich laum etwas sagen. Gute Chancen haben die Deutschen, wenn sie nicht erwischt werden ... MadMad von www.diemeinungen.de
Umberto, 11.02.2010
2.
Zitat von MadMadnach den Doping Gerüchten (?) der letzten Tage lässt sich laum etwas sagen. Gute Chancen haben die Deutschen, wenn sie nicht erwischt werden ... MadMad von www.diemeinungen.de
Die Geschichte mit dem Doping wird hier auch diskutiert. (http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=11998) Aber Sie haben natürlich Recht, wenn die Deutschen sich beim Dopen nicht erwischen lassen, wird der Medaillenspiegel wohl einen erfreulichen Anblick bieten.
puter70 11.02.2010
3. Doping wahrscheinlich.
Olympische Höchstleistungen/Siege sind ohne unerlaubte Mittel kaum mehr möglich, deshalb steht jeder Medaillengewinner unter Dopingverdacht. Da es auch um viel Geld und die anschließende Vermarktung der Erfolge geht, haben die Athleten auch kein schlechtes Gewissen, sondern hoffen nur, dass sie nicht erwischt werden.- Übrigens sind die Zeiten vorbei, dass sich nationale Größe über die Anzahl der gewonnenen Medaillen definiert. Deshalb ist es verständlich, dass vielen Mitmenschen das Vancouver-Spektakel mit den zu erwartenden Doping-Siegern ziemlich gleichgültig ist.
krafts 12.02.2010
4.
Zitat von puter70Olympische Höchstleistungen/Siege sind ohne unerlaubte Mittel kaum mehr möglich, deshalb steht jeder Medaillengewinner unter Dopingverdacht. Da es auch um viel Geld und die anschließende Vermarktung der Erfolge geht, haben die Athleten auch kein schlechtes Gewissen, sondern hoffen nur, dass sie nicht erwischt werden.- Übrigens sind die Zeiten vorbei, dass sich nationale Größe über die Anzahl der gewonnenen Medaillen definiert. Deshalb ist es verständlich, dass vielen Mitmenschen das Vancouver-Spektakel mit den zu erwartenden Doping-Siegern ziemlich gleichgültig ist.
Doping wurde schon in gefühlten 1000 Threads diskutiert. Ich will auch nicht drumreden. Klar ist Doping ein Problem und wird es auch immer bleiben. Aber dass man in einem Forum gar nicht mehr die Leistungen der Sportler diskutieren kann, nervt mich. Bis jetzt kein einziger Beitrag hier, in dem nicht das Wort Doping fehlt so nach dem Motto : sind ja eh alle gedopt. Diskutieren Sie doch in den dafür eigens geschaffenen Threads. Nun zum Thema: Sicher wird es für die deutschen Sportler einige Medaillen geben. Dass es so viele werden, wie in Turin glaube ich nicht. Aber meiner Meinung nach wird der Medaillenspiegel eh überbewertet und spiegelt auch nicht exakt die Leistung des ganzen Teams wieder.
MadMad 12.02.2010
5.
Zitat von kraftsDoping wurde schon in gefühlten 1000 Threads diskutiert. Ich will auch nicht drumreden. Klar ist Doping ein Problem und wird es auch immer bleiben. Aber dass man in einem Forum gar nicht mehr die Leistungen der Sportler diskutieren kann, nervt mich. Bis jetzt kein einziger Beitrag hier, in dem nicht das Wort Doping fehlt so nach dem Motto : sind ja eh alle gedopt. Diskutieren Sie doch in den dafür eigens geschaffenen Threads. Nun zum Thema: Sicher wird es für die deutschen Sportler einige Medaillen geben. Dass es so viele werden, wie in Turin glaube ich nicht. Aber meiner Meinung nach wird der Medaillenspiegel eh überbewertet und spiegelt auch nicht exakt die Leistung des ganzen Teams wieder.
Ich glaube auch nicht, dass die Deutschen so stark werden wie in Turin. Allein schon die Biathleten laufen hinter der Form von Turin hinterher und das sind doch bald 50% der Miete. Mal sehen, was die Rodler bringen. Ist eigentlich Cross-Ski oder wie das heisst jetzt offiziel im Programm ? MadMad von www.diemeinungen.de
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