Paralympics in Sotschi DBS-Präsident Beucher schlägt Mittagessen mit Putin aus

Der Chef des Deutschen Behindertensportverbandes hat während der Paralympics von Sotschi eine Einladung zum Mittagessen mit Wladimir Putin abgelehnt. Schon zuvor hatte Friedhelm Julius Beucher den russischen Präsidenten für seine Krim-Politik kritisiert.
DBS-Präsident Beucher: Kein Essen mit dem Präsidenten

DBS-Präsident Beucher: Kein Essen mit dem Präsidenten

Foto: Julian Stratenschulte/ dpa

Hamburg - Einen Boykott der Paralympics im russischen Sotschi hat Friedhelm Julius Beucher vor den Spielen ausgeschlossen. Doch nun übt sich der Präsident des Deutschen Behindertensportverbands (DBS) offenbar im kleinen Protest gegen die umstrittene Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Krim-Krise: Beucher schlug eine Einladung Putins zu einem Mittagessen aus.

Er werde nicht daran teilnehmen, ließ der langjährige Bundestagsabgeordnete mitteilen. Beucher hatte Putin zuletzt immer wieder für sein Vorgehen in dem Konflikt mit der Ukraine kritisiert, wollte aber im Laufe des Tages noch detailliert Stellung zu seinen Beweggründen beziehen.

Seit mehreren Wochen streiten Russland und die Ukraine um die rund 450 Kilometer von Sotschi entfernte Halbinsel Krim im Süden der Ukraine. Zahlreiche Regierungsvertreter, darunter die der USA, Großbritanniens, Frankreichs und Deutschlands boykottierten deshalb die Eröffnungsfeier der Paralympics.

Das ukrainische Team hatte ebenfalls einen Boykott der Wettbewerbe in Erwägung gezogen, sich aber schließlich zur Teilnahme entschlossen.

psk/dpa/sid