Paralympics in Vancouver Erster Tag - erstes Gold

Die Paralympics in Vancouver sind für das deutsche Team perfekt gestartet. Im Biathlon holte Verena Bentele die Goldmedaille und wurde ihrer Favoritenrolle gerecht. Zwei weitere Athleten verpassten nur ganz knapp das Podium.
Siegerin Bentele, Begleitläufer Friedrich: Gleich Gold zum Auftakt

Siegerin Bentele, Begleitläufer Friedrich: Gleich Gold zum Auftakt

Foto: Julian Stratenschulte/ dpa

Hamburg - Perfekter Auftakt für das deutsche Team, meteorologischer Fehlstart für die Alpinen: Verena Bentele hat mit ihrem Sieg im Biathlon der Mannschaft des Deutschen Behindertensportverbands DBS einen gelungenen Einstand in die Winter-Paralympics beschert. In der Verfolgung über drei Kilometer siegte die blinde Sportlerin am Samstag in Whistler trotz dreier Fehlschüsse in 12:51,8 Minuten und feierte mit Begleitläufer Thomas Friedrich ihren bereits achten Paralympicssieg. Zudem feierten die Curler einen 10:6-Sieg in ihrem Auftaktmatch gegen Norwegen. "Einmal Gold und zwei vierte Plätze: Das nenne ich einen Auftakt nach Maß. Wir brauchen uns nicht zu verstecken", sagte DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher zufrieden.

"Das ist ein ganz toller Tag. Extrem toll" - Verena Bentele war einfach selig - obwohl sie schon im Vorfeld als Favoritin auf Gold galt. Den Sieg zum Auftakt hat sie gebraucht, nachdem sie in Turin 2006 als Dritte über 12,5 Kilometer neun Schießfehler begangen hatte. Auch in Whistler war die Botschafterin der Münchner Bewerbung um die Winterspiele 2018 mit ihren Leistungen nicht restlos zufrieden: "Das ist dumm gelaufen. Und ich bin extrem froh, weil ich nach dem zweiten Schießen nicht mehr mit Gold gerechnet hatte."

Knapp verpasste Josef Giesen eine Medaille. Nur 0,7 Sekunden fehlten dem 48-Jährigen in der Stehend-Entscheidung der Drei-Kilometer-Verfolgung zu Bronze. "Für viele ist der vierte Rang der Blech-Platz - für mich nicht. Ich bin sehr zufrieden", sagte Giesen. Qualifikationssieger Willi Brem wurde in der Klasse der Blinden nach einem Sturz ebenfalls Vierter.

Die alpinen Wettbewerbe standen dagegen weiter unter einem schlechten Stern. Nachdem am Morgen noch Gerd Schönfelder und Kevin Wermeester bei bester Sicht ihr zweimal verlegtes Abfahrtstraining nachholen konnten, verhinderte anschließend dichter Nebel in Whistler Creekside den Start der sechs geplanten Entscheidungen. Ein neuer Termin für die abgesagten je drei Rennen bei Männern und Frauen stand zunächst nicht fest.

aha/dpa
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