Premiere im Skispringen Takanashi gewinnt ersten Neujahrswettbewerb der Frauen

Auf eine Vierschanzentournee warten die Frauen bislang vergeblich. Nun haben sie zumindest erstmals ein Neujahrsspringen bekommen. In Ljubno feierte die 25 Jahre alte Sara Takanashi ihren 61. Weltcupsieg.
Sara Takanashi nach dem ersten Neujahrsspringen der Frauen

Sara Takanashi nach dem ersten Neujahrsspringen der Frauen

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ANTONIO BAT / EPA

Skispringerin Sara Takanashi hat den ersten Neujahrswettbewerb der Frauen im slowenischen Ljubno für sich entschieden. Die 25 Jahre alte Japanerin setzte sich am Samstag nach Versuchen auf 95 und 89 Meter durch und gewann vor Ursa Bogataj aus Slowenien und der Österreicherin Marita Kramer, die ihre Führung im Gesamtweltcup vor Althaus ausbaute. An Silvester hatte die Slowenin Nika Kriznar gewonnen.

Für die 25 Jahre Takanashi, die noch nie einen Einzeltitel bei einer großen Meisterschaft gewonnen hat, war es der 61. Sieg im Weltcup. Norwegens Olympiasiegerin Maren Lundby hat als Nummer zwei der »ewigen« Bestenliste mit 30 Erfolgen weniger als die Hälfte auf dem Konto.

Olympiasiegerin Carina Vogt bleibt ohne Weltcup-Punkte

Aus deutscher Sicht belegte Katharina Althaus nach zwei solide Sprüngen auf jeweils 86,0 Meter (242,0 Punkte) den achten Rang, zum Podest fehlten ihr umgerechnet knapp neun Meter. Auch Pauline Heßler (17.) und Juliane Seyfarth (29.) schafften es in den zweiten Durchgang. Sotschi-Olympiasiegerin Carina Vogt verpasste nach Platz 48 am Vortag als 49. erneut den zweiten Durchgang deutlich und bleibt damit ohne Weltcup-Punkte in der laufenden Saison.

Dabei war auf der Normalschanze in Ljubno bei den Frauen im ersten Durchgang der K.-o.-Modus angewendet worden, wie er von der Vierschanzentournee der Männer bekannt ist.

Die Skispringerinnen waren bislang nicht mit ihren Bemühungen erfolgreich, eine eigene Vierschanzentournee rund um den Jahreswechsel zu bestreiten oder gar in die Tournee der Männer integriert zu werden. Dass es erstmals zu einem Silvester- und Neujahrsspringen kam, war eher ein Trostpflaster. »Ein bisschen zwiegespalten bin ich, weil es wieder keine Tournee für uns ist«, hatte Althaus gesagt.

Eine Vierschanzentournee für die Frauen könnte aber in naher Zukunft eingeführt werden. Viele Springerinnen fordern das Traditionsevent seit Jahren und hoffen dabei auf eine Durchführung an den vier üblichen Orten Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen.

ara/dpa/sid
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