Wintersport Deutsche Rodler bejubeln goldenen WM-Start

Felix Loch hat seinen vierten WM-Titel gefeiert, dabei ist der Rennrodler gerade einmal 23 Jahre alt. Bei den Titelkämpfen im kanadischen Whistler triumphierten auch die Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt. Die Siegesserie von Eric Frenzel bei der Nordischen Kombination ist dagegen gerissen.

Rodler Loch: Vierten WM-Titel in Whistler gewonnen
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Rodler Loch: Vierten WM-Titel in Whistler gewonnen


Hamburg - Deutschlands Rennrodler haben bei der Weltmeisterschaft einen perfekten Start erwischt. Olympiasieger Felix Loch triumphierte im im kanadischen Whistler souverän und holte so bereits seinen vierten WM-Titel. Hinter dem 23-Jährigen komplettierten Andi Langenhan und Johannes Ludwig den deutschen Dreifacherfolg. Bei den Doppelsitzern siegten Tobias Wendl und Tobias Arlt vor ihren Teamkollegen Toni Eggert und Sascha Benecken.

Drei Jahre nach seinem Olympiasieg auf der gleichen Bahn demonstrierte Loch einmal mehr seine Ausnahmestellung. Mit der Startnummer eins ging der Titelverteidiger ins WM-Rennen - und legte gleich im ersten Durchgang eine herausragende Zeit hin. Lediglich seine deutsche Teamkollegen Langenhan und Ludwig konnten noch einigermaßen mithalten.

Im entscheidenden Lauf bestätigte Loch seine gute Zeit und feierte so seinen vierten Titel nach 2008, 2009 und 2012. Damit ist der 23-Jährige der erfolgreichste deutsche Rodel-Mann bei Weltmeisterschaften. "Ich bin einfach rundum glücklich", sagte Loch. Für den zweimaligen Weltmeister David Möller, der in diesem Jahr bereits zwei Weltcup-Siege holen konnte, blieb nur der vierte Platz. Langenhan holte nach Bronze 2008 und 2011 seine dritte WM-Medaille.

Wendl/Arlt beenden ihre Pechsträhne

Zuvor hatten bereits die Doppelsitzer Wendl/Arlt für Jubel im deutschen Lager gesorgt. Überlegen schaffte das Duo endlich den ganz großen Coup und fuhr nach Silber 2008 erstmals zum WM-Titel. "Nach dem Pech der letzten Jahre bei Weltmeisterschaften ist die Erleichterung jetzt sehr groß", sagte Steuermann Wendl. "Gott sei Dank hat es nun endlich geklappt." 2011 waren die beiden im italienischen Cesana gestürzt, bei der Heim-WM vor einem Jahr in Altenberg hatten sie als Vierte eine bittere Niederlage hinnehmen müssen.

Hinter Wendl/Arlt, die den deutschen Doppelsitzern den ersten WM-Sieg seit 2008 bescherten, landeten Eggert/Benecken wie schon im vergangenen Jahr auf dem zweiten Platz. Drei Jahre nach ihrem Olympiasieg in Whistler mussten sich die Österreicher Andreas und Wolfgang Linger mit Platz drei begnügen.

Frenzel verpasst den Sieg, Fessel stürmt aufs Podest

Der Nordische Kombinierer Eric Frenzel hat beim Weltcup im russischen Sotschi den zweiten Platz belegt, damit aber das Gelbe Trikot des Weltcup-Spitzenreiters verteidigt. Frenzel hatte nach dem Skispringen und dem Zehn-Kilometer-Lauf 14,1 Sekunden Rückstand auf den Sieger Bernhard Gruber aus Österreich (28:19,7 Minuten). Dritter wurde dessen Teamkollege Wilhelm Denifl. Björn Kircheisen belegte Rang 16, Tino Edelmann kam auf Platz 19. Frenzel hatte zuletzt vier Rennen in Serie gewonnen.

Einen Erfolg feierte auch Skilangläuferin Nicole Fessel. Sie lief im russischen Sotschi erstmals bei einem Weltcup aufs Podest. Die 29-Jährige nutzte die Abwesenheit der Weltelite und landete nur 29,8 Sekunden hinter Siegerin Kristin Störmer Steira aus Norwegen auf Rang drei. Zweite wurde die Russin Julia Tschekalewa. Katrin Zeller komplettierte als Fünfte das starke Resultat der deutschen Mannschaft.

leh/joe/dpa/sid



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